Solides Erstlingswerk
Die Geschichte dreht sich um drei junge Frauen und ihre komplexen Beziehungen untereinander von der Schulzeit bis in die Studienjahre. Dabei geht es insbesondere um Eifersucht, Machtverhältnisse, Schuld, die Grenze zwischen Platonisch und Amourös sowie die Auswirkungen eines einschneidenden Vorfalls, für den von Anfang an viel foreshadowing betrieben wird und der die Chronologie in ein Davor und ein Danach teilt. Den Aufbau dieses Spannungsbogens fand ich etwas formalistisch / wenig inspiriert. Des Weiteren hat mich das parallele Themenfeld der Minderwertigkeitskomplexe der Landbevölkerung nicht wirklich abgeholt. Diese - subjektiv empfundenen - Schwächen werden jedoch ausgeglichen durch eine sehr flüssige, realistische Sprache, die die Erzählerin greifbar und lebendig werden lassen. Ein gutes, unterhaltsames Buch für etwas jüngere Erwachsene (als mich ,).