Verkrampft

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laurel Avatar

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Ich bin total unentschlossen, wie ich dieses Buch finde.

Am Anfang der Geschichte denkt man als Leser erstmal, es handelt sich um drei junge Frauen, die zur Schulzeit beste Freundinnen waren und sich jetzt, 2 Jahre nach dem Abi, auseinander gelebt haben. Mit jeder Seite wird aber klarer, dass etwas Größeres zwischen den dreien vorgefallen ist. Die Beziehung ist total schuldbeladen und schwer. Eigentlich waren auch nur Romy und Lotte in der Schule beste Freundinnen, nachdem Lotte aber die Schule abbrechen musste, haben sich Romy und Sophie angenähert.
Immer wieder taucht in der Erzählung ein Haus auf, in dem Sophie und Romy etwas schlimmes passiert sein muss. Und wieso hat Lotte Schrauben im Kopf - Was war das für ein Unfall und welche Rolle spielten die anderen beiden dabei?

Dieses Buch macht leider nicht sehr viel Spaß zu lesen. Versteht mich nicht falsch - Bücher dürfen gerne wichtige, ernste Themen behandeln. Diese lese ich dann gerne aus Interesse an Psychologie und menschlichen Verhaltensmustern. „Spielverderberin“ jedoch klärt nicht auf, zeigt eigentlich nur eine extrem unsichere, schuldbeladene Person. Sophie ist sehr verkrampft und wenig frei. Die Figuren sind mir eher unsympathisch und ich kann ihre Handlungen selten nachvollziehen.

Die Idee fand ich sehr gut. Mir fehlt es bei der Umsetzung jedoch insgesamt an Tiefgang.