Verschenktes Potential - schade

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treize Avatar

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Anfangs war ich von „Spielverderberin“ durchaus angetan: Der Einstieg ist flott, die Sprache direkt und die Grundidee klang nach einem ehrlichen Coming-of-Age-Roman. Je weiter ich jedoch las, desto mehr verlor mich das Buch. Vielleicht bin ich dafür inzwischen einfach zu alt, aber mir war die Geschichte bald viel zu dramatisch aufgeladen. Kaum eine Szene darf leise wirken – ständig eskaliert alles, als müsse jede Emotion maximal ausgereizt werden. Dazu kommt, dass die Handlung für mich immer wirrer wurde. Figuren tauchen auf und verschwinden wieder, Konflikte werden angerissen, ohne wirklich nachvollziehbar zu Ende geführt zu werden, und manche Gedankensprünge konnte ich kaum mitgehen. Was als sensible Selbstfindung begann, fühlte sich am Ende eher wie ein chaotischer Gefühlssturm an, der mich mehr verwirrt als berührt hat. Schade, denn Potenzial war definitiv da.