vielversprechendes Debüt
Spielverderberin – Marie Menke
Ein vielversprechendes Debüt!
Dieser spannende Roman wird in zwei Zeitebenen erzählt. Einmal geht es um die etwas schwierige Freundschaft zwischen drei Mädchen kurz vor ihrem Abitur. Vier Jahre später treffen sie sich erneut. Es wird schnell klar, dass so einiges von damals nie aufgearbeitet wurde. Man schleicht vorsichtig umeinander herum – manche Themen werden ganz ausgespart. Aber was ist damals eigentlich wirklich passiert?
Die Geschichte entwickelt einen wahren Lesesog. Es gibt einen dunklen Fleck in der Vergangenheit, der immer weiter eingekreist wird.
Ich-Erzählerin Sophie und Lotte stammen aus demselben Ort, sind zusammen aufgewachsen und schon immer eng befreundet. Bis in der Oberstufe Romy aus München dazustößt und sich in erster Linie mit Lotte anfreundet. Klar, dass hier Eifersucht eine Rolle spielt, in einer sehr empfindlichen und verletzlichen Entwicklungsphase. Immer wieder spielen die Unterschiede zwischen Landkind und Großstadtpflanze eine Rolle, die verschiedenen Herkunftsklassen, die Zerbrechlichkeit von Teenie-Freundschaften, Leistungsdruck und noch einiges mehr. Generell finde ich, dass dieser Text recht dicht geschrieben ist. Vieles steckt zwischen den Zeilen. Sehr klug, aber dennoch angenehm zu lesen.
Sophie hat regelrecht einen Minderwertigkeitskomplex wegen ihrer Herkunft „vom Dorf“, aus einfachen, bäuerlichen Verhältnissen. Hier überreagiert sie auch regelmäßig, wenn sie mit jemandem zu tun hat, der aus der Großstadt kommt – dieses Thema fand ich fast ein wenig zu breitgetreten.
Die Kerngeschichte fand ich aber wirklich spannend. Obwohl ich nun bereits ein paar Jahre älter bin, konnte ich mich doch gut in die Gefühlswelten der Mädels hineinversetzen. Tatsächlich habe ich diesen Roman innerhalb eines einzigen Tages weggesuchtet. Ich denke, das sagt eigentlich alles…
Empfehlung für diesen Debütroman, diese Autorin wird man sich merken müssen.
4 Sterne
Ein vielversprechendes Debüt!
Dieser spannende Roman wird in zwei Zeitebenen erzählt. Einmal geht es um die etwas schwierige Freundschaft zwischen drei Mädchen kurz vor ihrem Abitur. Vier Jahre später treffen sie sich erneut. Es wird schnell klar, dass so einiges von damals nie aufgearbeitet wurde. Man schleicht vorsichtig umeinander herum – manche Themen werden ganz ausgespart. Aber was ist damals eigentlich wirklich passiert?
Die Geschichte entwickelt einen wahren Lesesog. Es gibt einen dunklen Fleck in der Vergangenheit, der immer weiter eingekreist wird.
Ich-Erzählerin Sophie und Lotte stammen aus demselben Ort, sind zusammen aufgewachsen und schon immer eng befreundet. Bis in der Oberstufe Romy aus München dazustößt und sich in erster Linie mit Lotte anfreundet. Klar, dass hier Eifersucht eine Rolle spielt, in einer sehr empfindlichen und verletzlichen Entwicklungsphase. Immer wieder spielen die Unterschiede zwischen Landkind und Großstadtpflanze eine Rolle, die verschiedenen Herkunftsklassen, die Zerbrechlichkeit von Teenie-Freundschaften, Leistungsdruck und noch einiges mehr. Generell finde ich, dass dieser Text recht dicht geschrieben ist. Vieles steckt zwischen den Zeilen. Sehr klug, aber dennoch angenehm zu lesen.
Sophie hat regelrecht einen Minderwertigkeitskomplex wegen ihrer Herkunft „vom Dorf“, aus einfachen, bäuerlichen Verhältnissen. Hier überreagiert sie auch regelmäßig, wenn sie mit jemandem zu tun hat, der aus der Großstadt kommt – dieses Thema fand ich fast ein wenig zu breitgetreten.
Die Kerngeschichte fand ich aber wirklich spannend. Obwohl ich nun bereits ein paar Jahre älter bin, konnte ich mich doch gut in die Gefühlswelten der Mädels hineinversetzen. Tatsächlich habe ich diesen Roman innerhalb eines einzigen Tages weggesuchtet. Ich denke, das sagt eigentlich alles…
Empfehlung für diesen Debütroman, diese Autorin wird man sich merken müssen.
4 Sterne