Was ist aus uns geworden?

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern
isa buktum Avatar

Von

Das Buch "Spielverderberin" nahm mich sofort mit ins Geschehen. Die drei unterschiedlichen jungen Frauen, die nach Jahren wieder aufeinander treffen, haben eine gemeinsame Vergangenheit. Irgendetwas ist vorgefallen und steht zwischen ihnen. Ich finde, dass die Autorin M. Menke hier einen interessanten Ansatz gefunden hat. Ihre Sprache ist angenehm, schön beschreibend. Zwischen Lotte, Romy und der Ich-Erzählerin Sophie gibt es viel Ungesagtes.
Die Geschichte springt zwischen zwei Zeiten hin und her. Ganz klar sind die Abtrennungen für den Leser erst am Ende. Auch die Auflösung für das Verhalten der Hauptpersonen hat sich M. Menke für den Schluss aufgehoben. Phasenweise hat mich das Buch gefesselt, manches fand ich banal, krankhaft und hat mich nicht erreicht. M. Menke ist eine junge Autorin, die die Welt mit anderen Augen sieht. Eventuell ist "Spielverderberin" deshalb eher ein Jugendbuch bzw. für junge Erwachsene.