Zu dritt ist oft einer zu viel.
Spielverderberin ist ein kurzer, aber sehr intensiver Coming-of-Age-Roman, der zeigt, wie kompliziert Freundschaft sein kann – besonders dann, wenn aus zwei plötzlich drei werden. Im Mittelpunkt stehen Sophie, Lotte und Romy, deren Dreierkonstellation von Anfang an aus dem Gleichgewicht gerät. Denn oft gilt: Zu dritt ist oft einer zu viel.
Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt, was die Spannung erhöht, mich persönlich aber auch immer wieder kurz aus dem Lesefluss gerissen hat, weil ich überlegen musste, wo ich mich gerade befinde. Trotzdem hat mich der Roman emotional sehr abgeholt. Der Schreibstil ist angenehm, ruhig und ehrlich, und viele Situationen fühlten sich überraschend vertraut an.
Besonders stark fand ich die Darstellung der zwischenmenschlichen Dynamiken. Neid, Eifersucht, Zweifel, Zorn und Verrat – all diese Gefühle gehören zum Erwachsenwerden dazu und werden hier sehr feinfühlig und glaubwürdig eingefangen. Sophie ist dabei keine perfekte Protagonistin (muss sie auch nicht sein), und gerade ihr fast obsessives Festhalten an der Freundschaft macht sie so glaubwürdig. Ihre Beziehung zu Romy ist kompliziert und schwankt zwischen Bewunderung und innerer Abwehr, zwischen Nähe, Kränkung und leiser Eifersucht. Romy steht zugleich für das Versprechen der Großstadt und hält Sophie schmerzhaft ihre eigene, ganz andere Lebensrealität vor Augen.
Der Roman macht deutlich, dass nicht jede Freundschaft gut für einen ist – und dass man das oft erst viel später erkennt. Gerade dieses leise, unausgesprochene Spannungsfeld macht die Geschichte so wirkungsvoll. Beim Ende hätte ich mir etwas mehr Tiefe und Raum für Emotionen gewünscht, dennoch habe ich meine Lesezeit mit diesem Buch sehr genossen.
Ein stiller, intensiver Roman über Freundschaft, Zugehörigkeit und die schmerzhaften Erkenntnisse des Erwachsenwerdens.
Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt, was die Spannung erhöht, mich persönlich aber auch immer wieder kurz aus dem Lesefluss gerissen hat, weil ich überlegen musste, wo ich mich gerade befinde. Trotzdem hat mich der Roman emotional sehr abgeholt. Der Schreibstil ist angenehm, ruhig und ehrlich, und viele Situationen fühlten sich überraschend vertraut an.
Besonders stark fand ich die Darstellung der zwischenmenschlichen Dynamiken. Neid, Eifersucht, Zweifel, Zorn und Verrat – all diese Gefühle gehören zum Erwachsenwerden dazu und werden hier sehr feinfühlig und glaubwürdig eingefangen. Sophie ist dabei keine perfekte Protagonistin (muss sie auch nicht sein), und gerade ihr fast obsessives Festhalten an der Freundschaft macht sie so glaubwürdig. Ihre Beziehung zu Romy ist kompliziert und schwankt zwischen Bewunderung und innerer Abwehr, zwischen Nähe, Kränkung und leiser Eifersucht. Romy steht zugleich für das Versprechen der Großstadt und hält Sophie schmerzhaft ihre eigene, ganz andere Lebensrealität vor Augen.
Der Roman macht deutlich, dass nicht jede Freundschaft gut für einen ist – und dass man das oft erst viel später erkennt. Gerade dieses leise, unausgesprochene Spannungsfeld macht die Geschichte so wirkungsvoll. Beim Ende hätte ich mir etwas mehr Tiefe und Raum für Emotionen gewünscht, dennoch habe ich meine Lesezeit mit diesem Buch sehr genossen.
Ein stiller, intensiver Roman über Freundschaft, Zugehörigkeit und die schmerzhaften Erkenntnisse des Erwachsenwerdens.