Zwischen Stadt und Land, zwischen Freundschaft und Entfremdung
Sophie ist in einer Bauernschaft aufgewachsen und lebt nun zum Studium in einer WG in Köln. Doch so richtig ist sie nie in der Großstadt angekommen, hat das Dorf ihrer Heimat nie richtig verlassen. So befindet sie sich in einer Art Dazwischen. Und dann ist da noch ihre Freundschaft mit Lotte und Romy. Lotte und sie verbindet eine gemeinsame Kindheit und Jugend, eine enge Freundschaft, bis Romy aus München plötzlich auf der Bildfläche erscheint. Schnell sind Lotte und Romy unzertrennlich. Irgendwie gehört Sophie dazu, aber nur halb, nie ganz. Erst als Lotte kurz vor dem Abi krankheitsbedingt nicht mehr zur Schule kommt, vertieft sich die Beziehung zwischen Romy und Sophie. Vier Jahre später hat sich der Kontakt zwischen den dreien verloren, als Romy plötzlich Lotte und Sophie wieder schreibt und Lotte ein Treffen vorschlägt. Die Stimmung zwischen den dreien ist angespannt, soviel Ungesagtes schwingt mit und Sophie fühlt sich alles andere als wohl in ihrer Haut. Als dann auch noch Lotte in das freie WG-Zimmer bei ihr einzieht, sieht sich Sophie endgültig mit ihrer gemeinsamen Vergangenheit und mit dieser einen tragischen Nacht, die sie selbst so gut es geht immer wieder verdrängt, konfrontiert.
Mit „Spielverderberin“ hat Maria Menke einen zeitlosen Roman über Freundschaften zwischen Jugend und Erwachsenen-sein geschrieben. Interessant fand ich vor allem die dreier Konstellation, die selten funktioniert und auch hier unterschwellig zu Eifersucht und Neid führt. Die beherrschende Figur ist dabei Romy, diejenige, die aus der großen Stadt aufs Land zieht, die anders ist und einfach ihr Leben lebt. Sophie ist in ihrer Persönlichkeit noch nicht ausgereift. Man merkt, wie sehr sie sich selbst zwischen Stadt und Land sucht, wie sehr die Vergangenheit, vor allem Romy nach an ihr haftet. Zusammentreffen mit Lotte, die bald auch ihre WG-Mitbewohnerin ist, stellen sie aber ebenso vor Herausforderungen. So versucht Sophie alles vorher zu planen, übt Sätze und Fragen ein, um ja nicht in Verlegenheit zu geraten. Die Geschichte der drei jungen Frauen wird aus Sophies Sicht erzählt und springt zwischen der Gegenwart und vier Jahren zuvor hin und her. Das jedoch pro Kapitel, sodass sich ein logischer Handlungsfluss ergibt, der einen rasch in seinen Bann zieht. Die Charaktere sind absolut nachvollziehbar gestaltet und haben mich persönlich sehr berührt. Es ist ein guter, wahrer Roman, der seinen ganz eigenen Sog entfaltet.
Mit „Spielverderberin“ hat Maria Menke einen zeitlosen Roman über Freundschaften zwischen Jugend und Erwachsenen-sein geschrieben. Interessant fand ich vor allem die dreier Konstellation, die selten funktioniert und auch hier unterschwellig zu Eifersucht und Neid führt. Die beherrschende Figur ist dabei Romy, diejenige, die aus der großen Stadt aufs Land zieht, die anders ist und einfach ihr Leben lebt. Sophie ist in ihrer Persönlichkeit noch nicht ausgereift. Man merkt, wie sehr sie sich selbst zwischen Stadt und Land sucht, wie sehr die Vergangenheit, vor allem Romy nach an ihr haftet. Zusammentreffen mit Lotte, die bald auch ihre WG-Mitbewohnerin ist, stellen sie aber ebenso vor Herausforderungen. So versucht Sophie alles vorher zu planen, übt Sätze und Fragen ein, um ja nicht in Verlegenheit zu geraten. Die Geschichte der drei jungen Frauen wird aus Sophies Sicht erzählt und springt zwischen der Gegenwart und vier Jahren zuvor hin und her. Das jedoch pro Kapitel, sodass sich ein logischer Handlungsfluss ergibt, der einen rasch in seinen Bann zieht. Die Charaktere sind absolut nachvollziehbar gestaltet und haben mich persönlich sehr berührt. Es ist ein guter, wahrer Roman, der seinen ganz eigenen Sog entfaltet.