Dem Wald auf der Spur - Warum dieses Naturbuch überrascht
Sprichst du Wald von Hannah Assil ist ein richtig schönes Sachbuch und eine persönliche Liebeserklärung an das Ökosystem Wald. Es ist perfekt für Jugendliche ab etwa 14 Jahren und natürlich für alle Erwachsenen, die mal wieder ein bisschen runterkommen und die Natur mit ganz anderen Augen sehen wollen.
Kommen wir direkt zu einem Punkt, der mir beim ersten Reinblättern direkt aufgefallen ist und den ich nicht ganz so optimal finde: das Cover und die visuelle Gestaltung. Das Cover gefällt mir ehrlich gesagt nicht so gut, weil es durch das Foto und das Design einen sehr typischen, fast schon klassischen Sachbuchcharakter hat, obwohl das Buch selbst eher kein klassisches Sachbuch ist. Dass sich die Autorin selbst auf dem Cover abbildet, kann ich ja verstehen, um dem Buch ein persönliches Gesicht zu geben. Aber gerade auf den ersten Seiten der Leseprobe war mir das dann doch etwas zu viel, da man sie direkt auf mehreren großen Fotos im Wald posieren sieht. Für mich ging dadurch der eigentliche Star des Buches, nämlich der Wald selbst, am Anfang ein bisschen unter.
Was mir an dieser Leseprobe besonders gut gefallen hat, ist der extrem persönliche Ton. Hannah Assil schreibt nicht wie eine Lehrerin im Bio-Unterricht, sondern teilt ihre eigenen Kindheitserinnerungen und Erfahrungen. Richtig cool finde ich auch die Sinnesübungen im Buch. Da wird man direkt dazu eingeladen, mal kurz innezuhalten und sich darauf zu konzentrieren, was man eigentlich hört, riecht oder fühlt. Auch die Vorstellung der Schlüsselarten, wie der Waldameise, ist super spannend gelöst, weil man direkt versteht, wie wichtig selbst die kleinsten Krabbeltiere für das große Ganze sind.
Wenn ich einen winzigen Kritikpunkt suchen müsste, dann ist es der, dass sich manche Passagen über das Entschleunigen und Langsamerwerden ein bisschen wiederholen. Wenn man ein Buch sucht, das einen im Sekundentakt harte wissenschaftliche Fakten um die Ohren haut, könnte einem der poetische und emotionale Schreibstil an manchen Stellen vielleicht einen Tick zu sanft sein. Mir persönlich hat das aber eigentlich ganz gut gefallen, weil es eben kein trockenes Lehrbuch ist.
Der Schreibstil ist total flüssig, bildhaft und geht direkt ins Herz. Man merkt auf jeder Seite, wie sehr die Autorin den Wald liebt. Klassische Spannung wie in einem Krimi gibt es hier natürlich nicht, aber es entsteht eine ganz eigene Neugierde darauf, wie das unsichtbare Netzwerk unter unseren Füßen, das Myzel der Pilze, eigentlich funktioniert. Die Charaktere sind in diesem Fall die Bäume und Tiere selbst. Die Lärche oder der Tannenhäher werden so lebendig und detailreich beschrieben, dass sie einem fast wie alte Bekannte vorkommen.
Dieses Buch ist einfach perfekt für alle, die gerne in der Natur unterwegs sind, sich für Biologie und Umweltschutz interessieren oder einfach eine Auszeit vom stressigen Schulalltag suchen. Es ist ein Buch zum Genießen, Schmökern und Nachdenken.
Ich erwarte von dem fertigen Buch noch jede Menge weitere faszinierende Einblicke in die verschiedenen Jahreszeiten und freue mich schon auf die wunderschönen Naturfotografien. Nach dieser Leseprobe würde ich das Buch auf jeden Fall komplett lesen wollen, weil es mir gezeigt hat, dass Sachbücher alles andere als langweilig sein müssen.
Kommen wir direkt zu einem Punkt, der mir beim ersten Reinblättern direkt aufgefallen ist und den ich nicht ganz so optimal finde: das Cover und die visuelle Gestaltung. Das Cover gefällt mir ehrlich gesagt nicht so gut, weil es durch das Foto und das Design einen sehr typischen, fast schon klassischen Sachbuchcharakter hat, obwohl das Buch selbst eher kein klassisches Sachbuch ist. Dass sich die Autorin selbst auf dem Cover abbildet, kann ich ja verstehen, um dem Buch ein persönliches Gesicht zu geben. Aber gerade auf den ersten Seiten der Leseprobe war mir das dann doch etwas zu viel, da man sie direkt auf mehreren großen Fotos im Wald posieren sieht. Für mich ging dadurch der eigentliche Star des Buches, nämlich der Wald selbst, am Anfang ein bisschen unter.
Was mir an dieser Leseprobe besonders gut gefallen hat, ist der extrem persönliche Ton. Hannah Assil schreibt nicht wie eine Lehrerin im Bio-Unterricht, sondern teilt ihre eigenen Kindheitserinnerungen und Erfahrungen. Richtig cool finde ich auch die Sinnesübungen im Buch. Da wird man direkt dazu eingeladen, mal kurz innezuhalten und sich darauf zu konzentrieren, was man eigentlich hört, riecht oder fühlt. Auch die Vorstellung der Schlüsselarten, wie der Waldameise, ist super spannend gelöst, weil man direkt versteht, wie wichtig selbst die kleinsten Krabbeltiere für das große Ganze sind.
Wenn ich einen winzigen Kritikpunkt suchen müsste, dann ist es der, dass sich manche Passagen über das Entschleunigen und Langsamerwerden ein bisschen wiederholen. Wenn man ein Buch sucht, das einen im Sekundentakt harte wissenschaftliche Fakten um die Ohren haut, könnte einem der poetische und emotionale Schreibstil an manchen Stellen vielleicht einen Tick zu sanft sein. Mir persönlich hat das aber eigentlich ganz gut gefallen, weil es eben kein trockenes Lehrbuch ist.
Der Schreibstil ist total flüssig, bildhaft und geht direkt ins Herz. Man merkt auf jeder Seite, wie sehr die Autorin den Wald liebt. Klassische Spannung wie in einem Krimi gibt es hier natürlich nicht, aber es entsteht eine ganz eigene Neugierde darauf, wie das unsichtbare Netzwerk unter unseren Füßen, das Myzel der Pilze, eigentlich funktioniert. Die Charaktere sind in diesem Fall die Bäume und Tiere selbst. Die Lärche oder der Tannenhäher werden so lebendig und detailreich beschrieben, dass sie einem fast wie alte Bekannte vorkommen.
Dieses Buch ist einfach perfekt für alle, die gerne in der Natur unterwegs sind, sich für Biologie und Umweltschutz interessieren oder einfach eine Auszeit vom stressigen Schulalltag suchen. Es ist ein Buch zum Genießen, Schmökern und Nachdenken.
Ich erwarte von dem fertigen Buch noch jede Menge weitere faszinierende Einblicke in die verschiedenen Jahreszeiten und freue mich schon auf die wunderschönen Naturfotografien. Nach dieser Leseprobe würde ich das Buch auf jeden Fall komplett lesen wollen, weil es mir gezeigt hat, dass Sachbücher alles andere als langweilig sein müssen.