Ehrlicher Trost, wenn das Leben ins Wanken gerät
Manche Bücher erreichen einen genau im richtigen Moment, und diese Leseprobe hat mich von der ersten Zeile an tief berührt. Josephine Teske wählt einen Ton, der wohltuend frei von weltfremden Ratschlägen oder platter Schönfärberei ist. Statt von oben herab zu belehren, nimmt sie Lesende direkt mit in ihre eigene Verwundbarkeit: Sie spricht offen über schwere Lebensphasen, das Gefühl des Scheiterns und die lähmende Leere einer Depression. Genau diese schonungslose Aufrichtigkeit schafft sofort Vertrauen, weil hier spürbar wird, dass Glaube kein starres Konstrukt sein muss, sondern ein lebendiger Anker, der selbst dann noch trägt, wenn man selbst keine Kraft mehr hat.
Besonders stark und lebensnah wird der Text durch die eingewobenen Stimmen anderer Menschen, die von ihren ganz persönlichen Umbrüchen berichten. Ob es Johannas Mut ist, gegen familiäre Erwartungen das Lehramtsstudium für das Handwerk abzubrechen, Annis tiefe Trauer um ihren plötzlich verstorbenen Vater oder das stille, kaum fassbare Schicksal eines Sternenkindes – jedes Schicksal bekommt Raum, ohne gewertet oder abgetan zu werden. Die biblischen Bezüge, wie die Zweifel von Mose oder Saras zermürbendes Warten, wirken erstaunlich modern und nahbar, weil sie zeigen, dass Hadern, Angst und Wut zum Menschsein dazugehören und Raum haben dürfen. Die kurzen Reflexionsimpulse und unkomplizierten Rituale geben dem Ganzen einen Halt, der sich direkt im Alltag verankern lässt.
Ich möchte dieses Buch unbedingt ganz lesen. Es strahlt eine Wärme und Echtheit aus, die man bei spirituellen Lebensbegleitern selten findet, und schenkt eine Perspektive, die Mut macht, den eigenen Stürmen mit Vertrauen und Gelassenheit zu begegnen.
Besonders stark und lebensnah wird der Text durch die eingewobenen Stimmen anderer Menschen, die von ihren ganz persönlichen Umbrüchen berichten. Ob es Johannas Mut ist, gegen familiäre Erwartungen das Lehramtsstudium für das Handwerk abzubrechen, Annis tiefe Trauer um ihren plötzlich verstorbenen Vater oder das stille, kaum fassbare Schicksal eines Sternenkindes – jedes Schicksal bekommt Raum, ohne gewertet oder abgetan zu werden. Die biblischen Bezüge, wie die Zweifel von Mose oder Saras zermürbendes Warten, wirken erstaunlich modern und nahbar, weil sie zeigen, dass Hadern, Angst und Wut zum Menschsein dazugehören und Raum haben dürfen. Die kurzen Reflexionsimpulse und unkomplizierten Rituale geben dem Ganzen einen Halt, der sich direkt im Alltag verankern lässt.
Ich möchte dieses Buch unbedingt ganz lesen. Es strahlt eine Wärme und Echtheit aus, die man bei spirituellen Lebensbegleitern selten findet, und schenkt eine Perspektive, die Mut macht, den eigenen Stürmen mit Vertrauen und Gelassenheit zu begegnen.