Ausbruch
Sophie bricht aus - aus ihrem Leben, das durch Abi, Studium, Praktika vorgezeichnet schien, und das sie bis jetzt über dem Durchschnitt erfolgreich und scheinbar karriereorientiert hinbekommen hat. Aber da ist ihre Sehnsucht nach mehr, nach Sinn, und auch nach Freiheit. Also steckt sie ihre gesamten Studentinnenersparnisse ohne viel Überlegen - während des stumpfsinnigen Bearbeitens von excel-Tabellen an einem Praktikumsnachmittag in München - in ein Häuschen im geschätzt 800 km von ihrem bisherigen Leben entfernten Mecklenburg-Vorpommern. Das hat sie ganz spontan bei Kleinanzeigen in der Kategorie „unter 5.000 Euro“ entdeckt - und fährt sofort hin. Sophies Ausstattung ist rudimentär, ihr Konto durch den Kauf fast leer und das Häuschen in keinem guten Zustand. Am Anfang schon fast ein survival trip für Sophie, aber sie geht einfach alle Aufgaben an, egal wie überwältigend. (Nicht alles dabei ist logisch total stringent, aber egal.) Und das gilt nicht nur für das äußerliche Bewohnbarmachen von Haus und Grund, sondern auch für ihre innere Inventur. Denn blauäugig ist sie nicht.
Kein Spoilern. In Sophie steckt so einiges. Und es war toll, sie auf diesem Stück Weg - bei ihrer Befreiung - zu beobachten. Übrigens unabhängig vom Altersunterschied zwischen Protagonistin und Leserin - für mich war das keine verzögerte coming of age Geschichte, sondern ein Weg, der so vielen - auch Älteren - gut tun würde.
Sehr gut gefällt mir auch der zur Geschichte so passende lakonische Stil, in dem erzählt wird.
Die hohen Erwartungen, die ich aufgrund der Leseprobe hatte, hat das Buch komplett erfüllt.
Also: große Leseempfehlung.
Einzige kritische Anmerkung: ein besseres Lektorat, das (wirklich viele) Grammatikfehler ausbügelt und sich ein paar Stellen anschaut, an denen wahrscheinlich unabsichtlich Begriffe in kurzem Abstand wiederholt wurden, könnte dem Buch noch den ultimativen Schliff geben.
Kein Spoilern. In Sophie steckt so einiges. Und es war toll, sie auf diesem Stück Weg - bei ihrer Befreiung - zu beobachten. Übrigens unabhängig vom Altersunterschied zwischen Protagonistin und Leserin - für mich war das keine verzögerte coming of age Geschichte, sondern ein Weg, der so vielen - auch Älteren - gut tun würde.
Sehr gut gefällt mir auch der zur Geschichte so passende lakonische Stil, in dem erzählt wird.
Die hohen Erwartungen, die ich aufgrund der Leseprobe hatte, hat das Buch komplett erfüllt.
Also: große Leseempfehlung.
Einzige kritische Anmerkung: ein besseres Lektorat, das (wirklich viele) Grammatikfehler ausbügelt und sich ein paar Stellen anschaut, an denen wahrscheinlich unabsichtlich Begriffe in kurzem Abstand wiederholt wurden, könnte dem Buch noch den ultimativen Schliff geben.