Ein leiser, plätschernder Roman über das Aussteigen in die Landidylle

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kruemel_104 Avatar

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Ich habe das Buch geliebt und bin so sehr abgetaucht in die Stimmung und Geschichte und gleichzeitig hat mich das Buch an vielen Stellen nicht überzeugt.
Aber von vorne: Sophie steckt mitten in einem Praktikum, alle Türen scheinen offen zu stehen, doch es nagt eine große Unzufriedenheit und Langeweile an ihr. So hatte sie sich das alles nicht vorgestellt und dann ist da diese Anzeige auf Kleinanzeigen, die sie von heute auf morgen zur Besitzerin eines Hauses auf dem Land macht. Für 3000€ erwartbar, ist das Haus eher eine Ruine, als ein bewohnbares Haus und sowieso hat Sophie eigentlich keinerlei Voraussetzungen, die das ganze Projekt zu etwas Vernünftigem machen würden - doch genau das ist vielleicht der ganze Punkt. Sie packt ihren Rucksack und findet sich in der Ruine wieder.
Wir begleiten sie dann in Prozessen des Verzweifelns, Anpackens, des Genießens und Aufgeben-Wollens und nach und nach wird das Haus zu einem besonderen Ort.
Mein großer Kritikpunkt: Die Geschichte ist an so vielen Stellen einfach sehr unglaubwürdig und unrealistisch und wirkt dann etwas klischeebeladen. An anderen Stellen wird das wieder wett gemacht und wie schon anfangs geschrieben, habe ich es trotzdem sehr genossen, dieses Buch zu lesen. Es ist sehr humorvoll geschrieben und ich habe an vielen Stellen schmunzeln müssen und habe mich mehr als einmal ertappt gefühlt in solchen Traumvorstellungen von der Landidylle. Es werden zwar auch negative und schwierige Aspekte benannt, aber für mich löst sich das alles viel zu gradlinig auf - daher auf jeden Fall ein kleiner Abzug, aber ich würde es jederzeit wieder lesen.