Ich war sehr positiv überrascht
Sophie schiebt Zahlen in Excel-Tabellen hin und her. Dafür wird sie schlecht bezahlt. Sie wohnt in einer WG zur Zwischenmiete und ihr Studium hat sie gewählt, weil man ja irgendetwas machen muss nach dem Abi. Ihr Leben fühlt sich so austauschbar und sinnbefreit an, dass sie eines Tages aus einem Impuls heraus online für wenige Euros ein verfallenes Haus in der ostdeutschen Provinz kauft. Doch bereits kurz danach beginnen Zweifel sie zu quälen, sie bekommt Angst vor der eigenen Courage. Es muss aber doch einen Grund gehabt haben, dass Sophie einfach so einem Gefühl in sich nachgegeben hat…sie verlässt fluchtartig ihr altes Leben, setzt sich in den nächsten Zug und ohne auch nur einem Menschen Bescheid zu geben, bezieht sie mit ihrer Isomatte und wenigen Habseligkeiten diese Bruchbude von einem Haus und beginnt Stück für Stück ein Leben an einem Ort, an dem sie keine Menschenseele kennt, an dem sie ein undichtes Dach über dem Kopf hat und an dem sie nur mit einem Fahrrad von A nach B kommt. Sie besitzt kaum Ersparnisse und ist alleine, doch sie macht sich einfach daran, aus diesem Ort ein Zuhause zu machen.
Sophie zweifelt täglich daran, ob sie das Richtige tut und doch bleibt sie am Ball und lernt bald die Schönheit ihrer Umgebung zu schätzen. Sie merkt, dass sie Dinge kann, von denen sie vorher überhaupt keine Ahnung hatte und spürt etwas in sich wachsen. Stolz, Eigenständigkeit und auch ein klein wenig das Gefühl von Zuhause.
Mir hat das Buch wirklich richtig gut gefallen. Ich war mir zuerst nicht sicher, ob das junge Alter und die Unsicherheit der Protagonistin mich nicht etwas stören. Sophie geht sehr hart mit sich ins Gericht, sagt sich immer wieder, dass sie Dinge nicht kann, dass sie dumm ist, so eine Entscheidung getroffen zu haben, doch ich mochte, wie Sophie im Laufe des Romans wächst, an ihren Aufgaben und sich selbst. Am besten hat mir jedoch gefallen, wie Anna Katharina Scheidemantel da einen Ort konstruiert, der so stimmig und in sich geschlossen ist, dass ich mich wieder und wieder selbst dort hin gesehnt habe. Sie beschreibt detailliert die Fortschritte im Aufbau des Gemüsegartens und in der Renovierung der Räumlichkeiten und ich konnte dieses Idyll richtiggehend vor meinem inneren Auge aufblühen sehen. Ich bin ein Landei und weiß die Dinge, die da beschrieben werden selbst so sehr zu schätzen. Einen tiefschwarzen Himmel, an dem tausende von Sternen leuchten. Eine staubige Landstraße im Sommer, auf der nur wenige Autos am Tag vorbeikommen. Ein Maisfeld, das einem vom vielen Regen bis über den Kopf gewachsen ist.
Es hat mir wirklich Spaß gemacht, Sophies Abenteuer zu begleiten und ich habe direkt selbst wieder Lust bekommen, mir ein altes Haus zu kaufen und es zu einem Zuhause zu machen.
Sophie zweifelt täglich daran, ob sie das Richtige tut und doch bleibt sie am Ball und lernt bald die Schönheit ihrer Umgebung zu schätzen. Sie merkt, dass sie Dinge kann, von denen sie vorher überhaupt keine Ahnung hatte und spürt etwas in sich wachsen. Stolz, Eigenständigkeit und auch ein klein wenig das Gefühl von Zuhause.
Mir hat das Buch wirklich richtig gut gefallen. Ich war mir zuerst nicht sicher, ob das junge Alter und die Unsicherheit der Protagonistin mich nicht etwas stören. Sophie geht sehr hart mit sich ins Gericht, sagt sich immer wieder, dass sie Dinge nicht kann, dass sie dumm ist, so eine Entscheidung getroffen zu haben, doch ich mochte, wie Sophie im Laufe des Romans wächst, an ihren Aufgaben und sich selbst. Am besten hat mir jedoch gefallen, wie Anna Katharina Scheidemantel da einen Ort konstruiert, der so stimmig und in sich geschlossen ist, dass ich mich wieder und wieder selbst dort hin gesehnt habe. Sie beschreibt detailliert die Fortschritte im Aufbau des Gemüsegartens und in der Renovierung der Räumlichkeiten und ich konnte dieses Idyll richtiggehend vor meinem inneren Auge aufblühen sehen. Ich bin ein Landei und weiß die Dinge, die da beschrieben werden selbst so sehr zu schätzen. Einen tiefschwarzen Himmel, an dem tausende von Sternen leuchten. Eine staubige Landstraße im Sommer, auf der nur wenige Autos am Tag vorbeikommen. Ein Maisfeld, das einem vom vielen Regen bis über den Kopf gewachsen ist.
Es hat mir wirklich Spaß gemacht, Sophies Abenteuer zu begleiten und ich habe direkt selbst wieder Lust bekommen, mir ein altes Haus zu kaufen und es zu einem Zuhause zu machen.