Inspirierend und humorvoll!

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guildenstern Avatar

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Sophie auf der Reise zu sich selbst, mit einem Umweg über eine baufällige Ruine in der ostdeutschen Provinz. Kein Strom, kein sauberes Wasser, keine Einkaufsmöglichkeit, kein Internet und nur ein Fahrrad als Transportmittel. Augen zu und durch ... Den Traum vom Leben auf dem Land muss sie sich halt mit harter Arbeit selbst erfüllen. Und tatsächlich - nach einigen Monaten hat sie sich ein einfaches, aber bewohnbares Heim geschaffen, mit schmerzenden Knien und Schwielen an den Händen von der Renovierung. Ihr Selbstbewusstsein wächst. Sie braucht nicht die Erwartungen anderer zu erfüllen.
Ein Besuch in Berlin macht ihr klar, dass sie nicht in die Großstadt zurückkehren will, in eine übervölkerte und übervolle Welt, in der alles schon vorgedacht und hergestellt ist, wo kein Platz mehr für etwas ist, das erst geplant und erschaffen werden will. Ihr kleines Fleckchen Heimat, in dem sie sich alles selbst erarbeitet hat, ruft Sophie unüberhörbar zurück aus der Stadt, die niemals schläft, in die Einöde, wo sie manchmal tagelang keinen Menschen sieht. Auch als die hässliche Seite des Landlebens - rechtsradikale Schmierereien, ein Fuchs, der sich an ihren Hühnern vergreift - die Idylle stört, ist ihr doch inzwischen bewusst geworden, dass sie "ihren" Ort gefunden hat. Es ergibt sich auch eine Möglichkeit, ihn zu behalten, wenn auch nicht als Einsiedlerin. Das Beste aus beiden Welten - Sophie hat es einfach ausprobiert und ihren Weg gefunden.