Neuanfang im Nirgendwo

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chocoball Avatar

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Sophie steckt irgendwo zwischen Studium, Praktikum und der großen Frage, wie ihr Leben eigentlich weitergehen soll. Überfordert von Erwartungen und ihrem eigenen Anspruch trifft sie eine radikale Entscheidung: Sie bricht aus, kauft spontan ein heruntergekommenes Haus mitten im Nirgendwo und zieht dorthin. Was folgt, ist keine idyllische Landflucht, sondern eine sehr ehrliche Selbstfindungsreise voller Zweifel, Unsicherheiten und kleiner Momente von Freiheit.

Das Cover hat mich sofort angesprochen, da es ruhig, fast verträumt wirkt und perfekt zur Stimmung des Buches passt. Besonders schön fand ich die Beschreibungen des Häuschens und der Umgebung: der Kartoffelacker, die Hühner, die alte Scheune, von der aus man die Sterne sehen kann – all das war so bildhaft geschrieben, dass ich das Gefühl hatte, dieser Ort könnte tatsächlich existieren.

Auch der Schreibstil war sehr angenehm zu lesen. Ich bin schnell in die Geschichte hineingekommen und konnte Sophies Gedanken und Gefühle gut nachvollziehen. Es war spannend und gleichzeitig irgendwie beruhigend, sie auf ihrer Reise zu begleiten.

Insgesamt hat mir das Buch wirklich gut gefallen. Es war schön, Sophie auf ihrem Weg der Selbstfindung zu begleiten und mitzuerleben, wie sie sich langsam von äußeren Erwartungen löst. Einzig das Ende hat mich nicht ganz überzeugt. Ich hätte mir entweder eine klarere, konsequentere Entscheidung von Sophie gewünscht oder zumindest einen Ausblick darauf, wie es für sie tatsächlich weitergeht. So blieb es für mich etwas zu offen.

Aber wer weiß, vielleicht gibt es ja noch eine Fortsetzung :)