Reise zu sich selbst

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leselucy Avatar

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Anna Katharina Scheidemantels „Statt aus dem Fenster zu schauen“ ist ein Roman, der für mich einen holprigen Start hinlegte. Zu Beginn fiel es mir schwer, einen wirklichen Zugang zur Handlung und den Gedankengängen zu finden - vieles wirkt vage und nur schwer nachvollziehbar. Dies hat sich aber im Laufe der Handlung verbessert: Gegen Ende nimmt die Geschichte spürbar an Fahrt und emotionaler Tiefe zu. Die anfängliche Distanz schwindet und macht Platz für ein warmes, hoffnungsvolles Gefühl, das einen nach der letzten Seite zufrieden zurücklässt. Ich fand den Kontrast zum erwarteten Lebensweg eine spannende Entwicklung.
Jedoch fand ich es schade, dass die Nebencharaktere nur wenig behandelt werden. Hier hätte es noch Potential gegeben, die Hintergründe dieser Personen mehr auszubauen und in die Geschichte einzubauen, um eine vielfältigere Handlung zu kreieren.