Wagnis Neubeginn
Manche Entscheidungen im Leben plant man sorgfältig. Ein Hauskauf gehört zweifellos dazu. Umso faszinierender ist es, Sophie dabei zu begleiten, wie sie genau das Gegenteil tut. Aus dem Bauch heraus kauft sie ein Haus im Nirgendwo. Kopfüber stürzt sie sich in das Abenteuer Hausbesitzerin und kann selbst kaum begreifen, was sie da eigentlich tut.
Aus der Ich-Perspektive schildert sie mit einer gewissen Selbstironie ihre völlig unvorbereitete und planlose Reise. Als Leser begegnet man dem mit einem ganzen Bündel an Gefühlen. Einerseits möchte man den Kopf über ihre Spontanität schütteln und sie davon abhalten. Andererseits ertappt man sich dabei, über die Absurdität der Situation und Sophies Gedanken zu schmunzeln. Sobald Sophie sich des Ausmaßes und der Konsequenzen ihrer Entscheidung bewusst wird, fühlt man mit ihr. Und wenn die Einsamkeit und die nächtlichen Geräusche an ihren Nerven zerren, möchte man sie am liebsten in den Arm nehmen.
Der Roman lebt von den leisen, unspektakulären Momenten, den heiteren Szenen und den stillen Tönen. Davon die Zufriedenheit in den kleinen Dingen zu finden und die schrittweisen Erfolge zu würdigen und zu genießen. Es gibt kein großes Drama, keine spektakuläre Handlung, sondern wir begleiten Sophie auf ihrer mutigen und bewundernswerten Reise. Nur im letzten Drittel wurde mir die entschleunigende Reise dann doch etwas zu langatmig und ich wollte wissen, wohin dieses Experiment führt und welchen Weg Sophie einschlägt.
Allerdings hätte ich mir an manchen Stellen etwas mehr Realitätssinn gewünscht. Die Geschichte funktioniert, weil sie im Sommer spielt. Nur einmal stößt Sophie an die Grenzen ihres Projektes und muss sich ernsthaft mit den Dingen auseinandersetzen, die nicht funktionieren. Sehr gerne hätte ich davon öfter gelesen. Winterkälte ohne Heizung oder finanzielle Verpflichtungen wie Versicherungen, Strom oder Wasser bleiben außen vor. Das Leben „von der Hand in den Mund“ wirkt dadurch manchmal etwas zu unbeschwert und romantisch.
Fazit: Eine bewegende Geschichte davon, das Leben zu genießen. Vom Scheitern, Besinnen und sich Erden, vom Träumen und Ausprobieren und davon, Dinge einfach zu wagen, auch wenn man nicht weiß, wohin sie führen.
Aus der Ich-Perspektive schildert sie mit einer gewissen Selbstironie ihre völlig unvorbereitete und planlose Reise. Als Leser begegnet man dem mit einem ganzen Bündel an Gefühlen. Einerseits möchte man den Kopf über ihre Spontanität schütteln und sie davon abhalten. Andererseits ertappt man sich dabei, über die Absurdität der Situation und Sophies Gedanken zu schmunzeln. Sobald Sophie sich des Ausmaßes und der Konsequenzen ihrer Entscheidung bewusst wird, fühlt man mit ihr. Und wenn die Einsamkeit und die nächtlichen Geräusche an ihren Nerven zerren, möchte man sie am liebsten in den Arm nehmen.
Der Roman lebt von den leisen, unspektakulären Momenten, den heiteren Szenen und den stillen Tönen. Davon die Zufriedenheit in den kleinen Dingen zu finden und die schrittweisen Erfolge zu würdigen und zu genießen. Es gibt kein großes Drama, keine spektakuläre Handlung, sondern wir begleiten Sophie auf ihrer mutigen und bewundernswerten Reise. Nur im letzten Drittel wurde mir die entschleunigende Reise dann doch etwas zu langatmig und ich wollte wissen, wohin dieses Experiment führt und welchen Weg Sophie einschlägt.
Allerdings hätte ich mir an manchen Stellen etwas mehr Realitätssinn gewünscht. Die Geschichte funktioniert, weil sie im Sommer spielt. Nur einmal stößt Sophie an die Grenzen ihres Projektes und muss sich ernsthaft mit den Dingen auseinandersetzen, die nicht funktionieren. Sehr gerne hätte ich davon öfter gelesen. Winterkälte ohne Heizung oder finanzielle Verpflichtungen wie Versicherungen, Strom oder Wasser bleiben außen vor. Das Leben „von der Hand in den Mund“ wirkt dadurch manchmal etwas zu unbeschwert und romantisch.
Fazit: Eine bewegende Geschichte davon, das Leben zu genießen. Vom Scheitern, Besinnen und sich Erden, vom Träumen und Ausprobieren und davon, Dinge einfach zu wagen, auch wenn man nicht weiß, wohin sie führen.