Viel mehr als nur der Große Wagen

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europeantravelgirl Avatar

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In Sommernächten gibt es für mich kaum Schöneres als den Nachthimmel zu beobachten und nach Sternbildern abzusuchen. Da wir im Pfälzerwald wenig Lichtverschmutzung bei Nacht haben, kann man hier bei klarer Sicht sogar die Milchstraße sehen. Aber ich habe auch schon Nächte in Dänemark oder gar im Monument Valley genutzt, um nach Sternbildern Ausschau zu halten.

Dieses Büchlein liefert zahlreiche Abbildungen der verschiedenen Sternbilder und Sterne, und zwar aufgeteilt in die jahreszeitlichen Himmelskarten und dann nochmal in Nord und Süd als Blickrichtung. Denn ja, z.B. das Sternbild Orion kann ich zwar erkennen, aber es erscheint bei uns nur in den Wintermonaten.

Einzelne Sternbilder sind herausgegriffen und erläutert, nämlich wie man sie findet, der mythologische Hintergrund und Facts zu Besonderheiten im jeweiligen Sternbild. Mir gefielen auf den Karten vor allem die Hinweise, wie man vom einen Sternbild zum nächsten findet. Das ist in der Praxis unheimlich hilfreich. Gearbeitet wird hier mit der Messmethode mit der eigenen Hand.

Teilweise fand ich die Karten aber ganz schön wimmelig; ich bin mir nicht sicher, ob damit eine Orientierung im Dunkeln geschafft werden kann. Denn natürlich muss man zum Nachschauen ein Leselicht benutzen und dann erst wieder die Augen an das Dunkel gewöhnen.

Insgesamt aber schön aufbereitet und unter dem Zusatz „Familie erlebt Natur“ vermarktet, was auch korrekt ist, denn Kinder allein wären mit diesem Buch und seiner Handhabung meines Erachtens überfordert. Dann lieber gemeinsam erkunden und entdecken.

Und eine Entdeckung gabs, die ich noch nicht kannte: Den „Weihnachtsbaumsternhaufen“! Den muss ich am Winterhimmel unbedingt ausfindig machen!