Flüstern der Vergangenheit im Küstennebel

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Schon der erste Eindruck von Sternengrab ist geheimnisvoll und leicht unheimlich. Das Cover und das Setting des schwedischen Küstenorts erzeugen sofort eine dichte, nordische Atmosphäre, die perfekt zu einem Mystery-Krimi passt. Der Schreibstil wirkt klar und spannend, ohne zu überfordern, und zieht junge Leser*innen schnell in Alvas Gedankenwelt hinein.
Alva ist eine sehr nahbare Hauptfigur: ihre Trauer um den Vater, die unbeantworteten Fragen und ihr Mut, der Wahrheit auf den Grund zu gehen, machen sie sympathisch und glaubwürdig. Besonders reizvoll finde ich die vielen rätselhaften Elemente – das unheimliche Bootshaus, die schweigende Frau, das verlassene Kind und die nächtlichen Geräusche –, die eine stetig wachsende Spannung aufbauen. Ich erwarte einen fesselnden, atmosphärischen Kinderkrimi, der Gänsehaut erzeugt, ohne zu gruselig zu sein, und dabei zeigt, wie wichtig es ist, sich der eigenen Vergangenheit zu stellen. Genau deshalb macht das Buch große Lust aufs Weiterlesen.