Nichts für schwache Nerven
Hovenöset zieht offensichtlich das Übernatürliche an. Nachdem ich mich bereits beim ersten Band "Flammenrad" hervorragend gegruselt habe, erlebt nun auch Alva, die zweite im Freund*innen-Trio, ein nervenaufreibendes Abenteuer. Diesen zweiten Band mochte ich sogar noch ein Bisschen mehr und ich kann ihn wirklich sehr weiterempfehlen – allerdings ist dieser Mysterythriller nichts für schwache Nerven. Kinder ab 11, die Lust am Schauer verspüren und nicht ängstlich sind, kommen hier voll auf ihre Kosten.
Vor fast hundert Tagen überfuhr ein Auto Alvas Vater und er starb nach der Fahrerflucht, und Alva will immer noch herausfinden, wie es dazu kam. Der Tod eines Elternteils stellt ziemlich das Erschreckendste dar, dass Kinder sich vorstellen können. Ohlsson geht mit dem Thema geschickt um. Der Verlust selbst ist nach knapp drei Jahren nicht mehr ganz frisch, so dass die jungen Lesenden davon nicht mehr ganz heftig erwischt werden. Trotzdem können wir absolut nachvollziehen, warum Alva der Tod immer noch schmerzt und wie sehr sie sich in ihrem Bestreben die Hintergründe herauszufinden, alleine fühlt. Das ganze Setting gestaltet sich schon sehr atmosphärisch: Es gibt eine muffige Strandhütte, die Alvas Mutter in ein Café umbauen will. Das Herbstwetter zieht mit nasskalten Temperaturen unter die Haut. Eine merkwürdige Katze taucht auf und verschwindet wieder, genauso wie ein Mädchen, das erst alleine zu sein scheint, dessen Mutter später aber alles noch unheimlicher macht.
Obwohl das Buch ja für Kinder und Jugendliche geschrieben ist, habe ich mich hier ebenfalls gegruselt. Und ich wollte wirklich wissen, was hinter all dem steckt. Das Spiel zwischen Realität und Mystery gelingt wirklich gekonnt, die Auflösung ist heftig. Beim ersten Band geriet es mir in Summe etwas zu verstörend, hier finde ich es ausgewogener, vermutlich, weil der Tod des Vaters durch die zeitliche Entfernung etwas verarbeitet werden konnte und Alvas Suche tatsächlich abschließen kann.
Lesesog, aber nichts für schwache Nerven. 5 von 5 Sternen.
Vor fast hundert Tagen überfuhr ein Auto Alvas Vater und er starb nach der Fahrerflucht, und Alva will immer noch herausfinden, wie es dazu kam. Der Tod eines Elternteils stellt ziemlich das Erschreckendste dar, dass Kinder sich vorstellen können. Ohlsson geht mit dem Thema geschickt um. Der Verlust selbst ist nach knapp drei Jahren nicht mehr ganz frisch, so dass die jungen Lesenden davon nicht mehr ganz heftig erwischt werden. Trotzdem können wir absolut nachvollziehen, warum Alva der Tod immer noch schmerzt und wie sehr sie sich in ihrem Bestreben die Hintergründe herauszufinden, alleine fühlt. Das ganze Setting gestaltet sich schon sehr atmosphärisch: Es gibt eine muffige Strandhütte, die Alvas Mutter in ein Café umbauen will. Das Herbstwetter zieht mit nasskalten Temperaturen unter die Haut. Eine merkwürdige Katze taucht auf und verschwindet wieder, genauso wie ein Mädchen, das erst alleine zu sein scheint, dessen Mutter später aber alles noch unheimlicher macht.
Obwohl das Buch ja für Kinder und Jugendliche geschrieben ist, habe ich mich hier ebenfalls gegruselt. Und ich wollte wirklich wissen, was hinter all dem steckt. Das Spiel zwischen Realität und Mystery gelingt wirklich gekonnt, die Auflösung ist heftig. Beim ersten Band geriet es mir in Summe etwas zu verstörend, hier finde ich es ausgewogener, vermutlich, weil der Tod des Vaters durch die zeitliche Entfernung etwas verarbeitet werden konnte und Alvas Suche tatsächlich abschließen kann.
Lesesog, aber nichts für schwache Nerven. 5 von 5 Sternen.