Noch mehr gruselige Spannung in Schweden

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missgowest Avatar

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„Sternengrab“ ist nach „Flammenrad“ der 2. Band in der „Gänsehaut in Hovenäset“-Reihe von Kristina Ohlsson. Dieses Mal steht Alva im Mittelpunkt, die vor knapp drei Jahren ihren Vater verloren hat, der tödlich verunglückte, als er von einem Auto überfahren wurde. Alva beschäftigt der Unfalltod mit Fahrerflucht sehr, doch es dauert fast tausend Tage, bevor sie sich ihren Freunden Heidi und Harry – und später endlich auch ihrer Mutter – anvertrauen kann.

Als Alvas Mutter eine Strandhütte kauft, in der sie ein Café eröffnen möchte, tauchen in Hovenäset eine schwarze Katze, ein kleines Mädchen und dessen Mutter auf, die kein Wort spricht. Hängen diese Ereignisse zusammen? Und was ist mit den nächtlichen Schritten im Wohnwagen, die nur Alva hört und die sie an ihren Papa erinnern?

Wie Alva wollte ich unbedingt herausfinden, was es mit den mysteriösen Geschehnissen auf sich hat und wer für den Tod von Alvas Vater verantwortlich ist. Gestört hat mich allerdings, dass die schwarze Katze als böser Unglücksbote dargestellt wird. Das ist ein Klischee, das so besonders in einem Kinderbuch nicht vorkommen sollte. Abgesehen davon war die Geschichte mit ihren übernatürlichen Elementen spannend und entwickelte eine große Sogwirkung. Ich konnte das Buch schwer aus der Hand legen.

Die Leseempfehlung ist für Kinder ab 11 Jahren, aber ich würde sicherstellen, dass sie mit Erwachsenen über das Gelesene reden können, da einige Szenen sehr intensiv sind. Dazu kommt das Verlustthema, das sensible Kinder als belastend empfinden könnten. Dennoch vergebe ich 5 von 5 schwarzen Katzen und hoffe, dass dieses Klischee das letzte Mal bedient wurde.