Woher kommen die schwarze Katze und das kleine Mädchen?

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sturmtatze Avatar

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Zum Inhalt:
Seit fast tausend Tagen versucht Alva, herauszufinden, wer für den Tod ihres Vaters verantwortlich ist. Deswegen sucht sie in der Zeitung nach ähnlichen Unfällen mit Fahrerflucht wie dem, bei dem ihr Vater gestorben ist. Doch bis jetzt war ihre Suche erfolglos. Als dann ihre Mutter ein Strandhaus kauft, um dort ein Café zu eröffnen, taucht immer wieder eine schwarze Katze auf. Zudem hat Alva ein ungutes Gefühl wegen des Strandhauses, auch wenn sie nicht weiß, wieso. Als dann auch noch eine Mutter mit ihrem kleinen Mädchen nach Hovenäset kommt und Alva das Mädchen immer wieder alleine in den Straßen herumlaufen sieht, beschleicht sie ein immer schlechteres Gefühl. Zusammen mit ihren beiden Freunden Heidi und Harry versucht sie, der Sache auf den Grund zu gehen, und ahnt nicht, in welcher Gefahr sie und ihre Mutter schweben.

Meine Meinung:
Die ganzen mysteriösen Ereignisse, die stattfinden, nachdem Alvas Mutter das Strandhaus gekauft hat, geben einige Rätsel auf und sorgen nicht nur für eine anhaltende geheimnisvolle Stimmung, sondern auch durchgehend für Spannung. Ich hatte mir während der Handlung zwar einiges selbst zusammenreimen können, dennoch gab es auch die ein oder andere Überraschung, was das Auftauchen der schwarzen Katze, des kleinen Mädchens mit seiner Mutter, die nicht sprechen kann, und den Tod von Alvas Vater angeht. So war ich dennoch gespannt, was die Freunde Alva, Heidi und Harry alles herausfinden würden, und letztendlich war die Auflösung am Ende dann doch noch tragischer, als ich vermutet hatte. Zudem hat es die Autorin geschafft, die gruselige, aber auch ziemlich bedrückende Atmosphäre die ganze Handlung über aufrechtzuerhalten. Man sollte die Geschichte deswegen vielleicht nicht unbedingt dann lesen, wenn man damit gerade nicht so gut umgehen kann.
Alvas Trauer wegen des Unfalltods ihres Vaters wurde in allen Facetten gut herausgearbeitet. Zwar wirken manche ihrer Handlungen und Gedankengänge irrational und ich konnte sie im ersten Moment nicht immer ganz nachvollziehen. Doch Trauer und der Umgang damit sind sehr persönlich, individuell, und sie müssen auch nicht rational sein, und das zeigt die Autorin hier ganz gut, finde ich. So konnte ich durchaus verstehen, wieso es für Alva so wichtig ist, endlich Klarheit über die Gründe zu haben. Zudem merkt man, wie gut es ihr tut, als sie sich endlich ihren beiden Freunden Heidi und Harry öffnet und ihnen erzählt, was sie unternimmt, um den Unfallverursacher zu finden.

Fazit:
Eine gruselige, bedrückende und spannende Geschichte, in der wir die Freunde Alva, Heidi und Harry dabei begleiten, als sie versuchen, herauszufinden, was es mit dem Auftauchen der schwarzen Katze und dem kleinen Mädchen mit seiner Mutter auf sich hat und wer am Tod von Alvas Vater schuld ist. Einige Zusammenhänge konnte ich mir im Laufe der Handlung denken, mit anderen konnte mich die Autorin jedoch überraschen. So war die Handlung von Anfang bis Ende spannend und es wehte immer ein Hauch des Geheimnisvollen mit, was mir gefallen hat. Zudem wurde anhand von Alvas Trauer um ihren Vater aufgezeigt, wie persönlich und individuell diese ist und dass nicht alle Gedanken und Handlungen der Trauernden rational sein müssen.