Zurück in Hovenäset
Das düstere, gruselige Cover repräsentiert die Geschichte sehr gut und stimmt den Leser super auf die Handlung ein. "Sternengrab" ist Band 2 der "Gänsehaut in Hovenäset"-Reihe, aber man kann beide Bände auch umgekehrt lesen. Das zweite Buch erwähnt die Ereignisse aus Band 1 allerhöchstens in einem Nebensatz und es spielt keinerlei Rolle für die Handlung im zweiten Band. Beide Bände handeln von den Erlebnissen der drei Freunde Heidi, Alva und Harry. In Band 1 war Heidi die Hauptperson und nun in Band 2 steht Alva im Mittelpunkt der Handlung. Aber alle 3 Kinder forschen wieder gemeinsam über die unheimlichen Ereignisse in Hovenäset nach. Der Gruselfaktor von "Sternengrab" ist übrigens nicht niedriger als in "Flammenrad". Die Zielgruppe ab 10 sollte also nicht allzu zart besaitet sein. Es geht um einen bösen Geist, traurige Themen (für Mensch UND Geist), unheimliche Bunker und Lebensgefahren und Bedrohungen. Für uns hatte es genau das richtige Gruselfeeling. Es ist ja zum gruseln und kein cozy-and-happy-Buch. Schon die Ausgangssituation - Alva sucht die Person die ihren Vater totgefahren hat - ist bedrückend. Und dann häufen sich die übernatürlichen Ereignisse und erhöhen den Grusel noch deutlich. Die Freundschaft zwischen Alva, Heidi und Harry ist der Lichtblick in der Reihe. Ihr Zusammenhalt und ihre Freundschaft lassen das Ganze nie allzu düster werden. Die Auflösung von "Sternengrab" fanden wir aber ein klein wenig unlogischer als die Auflösung von "Flammenrad". In Band 1 war es der Geist eines Menschen, der ja schon zu Lebzeiten wahnsinnig wurde und eine grauenhafte Tat beging. Da verwundert auch das brutale Vorgehen als Geist nicht mehr. Doch hier in Band 2 kamen ein unschuldiges,kleines Mädchen und ihre Katze grausam und allein zu Tode. Ich kann nachvollziehen, das sie und die Katze dort in Hovenäset spuken und gefunden werden möchten. Vor allen Dingen auch, das man ihre sterblichen Überreste aus der Todesfalle holt und beerdigt..... aber warum das Geister-Kind nun Menschen als Geiseln nimmt und töten will, das erschließt sich mir nicht so wirklich. Das Naheliegendste ist ja das, was am Ende der Geschichte dann ja auch passiert. Das Schicksal des Kindes wird publik und man beerdigt sie im Grab ihrer echten Mutter. Uns hätte das als gruselige Handlung und als Ziel des Geistes auch gut gefallen. Man hätte das Kind nicht unbedingt zum brutalen Rache-Geist ausbauen müssen.... der Gruselfaktor und die Geschichte wären im Grunde gleich geblieben. Trotzdem ist "Sternengrab" ein genauso guter und spannender Kinder-Grusel-Roman wie der erste Band "Flammenrad". Nun sind wir gespannt auf Band 3, in dem dann sicherlich Harry die Hauptrolle spielen wird. Wir empfehlen beide Bände der Reihe an Kinder ab 10, die Gruselgeschichten mögen und nicht allzu ängstlich sind. Auch mitlesende oder vorlesende Erwachsene werden ihren Spaß an der Geschichte haben.