Traurig, aber notwendig

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murmel Avatar

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Nach dem Lesen der Mappe zum Thema Sternenkinder bin ich völlig überwältigt. Die Leseprobe war ja schon sehr beeindruckend, aber das ganze Buch ist nochmal viel ergreifender.
Leider ist das Versterben eines Kindes während der Schwangerschaft immer noch für viele ein Tabu-Thema. Zum Glück ist nun der Anfang gemacht damit an die Öffentlichkeit zu gehen. Nicht nur für die Sternen- Mamas und-Papas und ihre Angehörigen ist es ein wichtiges Thema, sondern für Alle. Solche Ereignisse sollten der breiten Öffentlichkeit bewusst gemacht werden.
Als frühere Frauenärztin und jetzt Psychotherapeutin arbeite ich sehr viel und oft mit Frauen, denen dieses Schicksal zuteil wurde. Oft bekommen sie zu hören, dass das doch noch kein „richtiges Kind“ war oder das schon so viele andere Frauen damit fertig werden mussten, und sie sich nicht so anstellen sollen. Das macht die Situation für die Frau unnötig schwerer.
Je nach Schwangerschaftswoche kommen die Sternenväter anfangs noch mit, wollen dann aber meist viel früher als die Sternenmütter damit abschließen und wieder zur Alltagsroutine übergehen. Das ist nicht besser oder schlechter, sondern einfach anders. Jeder Mensch hat ein Recht darauf mit Schicksalsschlägen so umzugehen wie es sich für ihn richtig anfühlt. Jeder hat sein Tempo und seine Strategien.
Dieses Buch ist eine große Bereicherung für Alle, nicht nur für die direkt und indirekt Betroffenen.
es gehört sehr viel Mut dazu ein solches Buch zu veröffentlichen!
Danke an die Autorin!