Anders als erwartet

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furbaby mom Avatar

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Als bekennende Janeite ist natürlich anything Austen ein absolutes Must-Read für mich - und auf dieses Werk war ich ganz besonders gespannt! Der immerhin fast 500 Seiten umfassende Schmöker rückt jene Bennet-Schwester in den Vordergrund, mit der ich mich am wenigsten identifizieren kann: Lydia. Obendrein wird es auch noch ziemlich magisch. Hexerei, Dämonen - na, das konnte ich mir nicht entgehen lassen.

Nachdem ich das Buch nun einige Tage Revue passieren lassen habe, muss ich allerdings sagen: So ganz überzeugen konnte es mich nicht. So kreativ und einfallsreich ich die Grundidee auch finde (und so sehr ich es willkommen heiße, dass auch den Nebenfiguren meiner liebsten Herzensgeschichte eine eigene Story erdacht wird): Leider wurde ich mit Lydia auch hier absolut nicht warm (und Liebe zu den Hauptfiguren ist für mich einfach essenziell.) Ich empfand sie wiederholt und über große Strecken der Handlung als enorm unsympathisch und selbstbezogen - genau das Gegenteil von dem, was ich mir zu lesen erhofft hatte: eine andere Sicht auf Lydia (sodass ich sie ab sofort vielleicht mit anderen Augen hätte sehen können). Zwar agiert sie gegen Ende hin auf eine Weise, die mich etwas versöhnlicher stimmte, dennoch blieb unterm Strich für mich ein ungutes Gefühl bestehen. (Auch ihre Tante büßte einiges an Sympathie ein.) Ich hatte mir einfach etwas ganz anderes erhofft.

Was ich als positiv empfunden habe:

❏ die Tatsache, dass Lydia und ich zumindest in puncto 'Verurteilung von Tieropfern' einer Meinung waren,

❏ den interessanten Aspekt um Wickham sowie Kitty - beide gänzlich neu interpretiert,

❏ den an sich angenehmen Schreibstil, angelehnt an den Originalton von Austen,

❏ die wahrhaftig zauberhafte Aufmachung dieses hübschen Hardcovers.

Hach … ich weiß auch nicht, ich bin bei sehr zwiegespalten - immerhin spielt die Story im Austen-Universe, also würde ich sie so gerne von Herzen lieben.


𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:
Auch wenn es kein Herzensbuch von mir geworden ist, bewundere ich den kreativen Hintergrund und kann mir vorstellen, dass jeder Austen-Fan schon allein aus Neugier nicht an dieser Geschichte vorbeikommt.