Der Klassiker im völlig neuen Licht

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julisteestübchen Avatar

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„Stolz, Vorurteil und Hexerei“ verknüpft die bekannte Jane Austen-Welt mit etwas Magie. Statt Elizabeth und Darcy steht hier allerdings Lydia Bennet im Mittelpunkt, welche die Geschichte aus ihrer Perspektive erzählt. Und dabei ist längst nicht alles so, wie es scheint: Ihre Schwester Kitty ist eigentlich eine Katze, Wickham hat ein ziemlich dämonisches Geheimnis und Lydia selbst verfügt über magische Kräfte.

Gerade diese Neuinterpretation hat mir richtig gut gefallen. Die bekannte Regency-Welt wird mit Hexerei, Magie und übernatürlichen Wesen verbunden, ohne dass dabei das typische Jane-Austen-Flair verloren geht. Besonders schön fand ich, wie bekannte Figuren und Ereignisse parallel in die Geschichte einfließen und dabei plötzlich in einem völlig anderen Licht erscheinen.
Lydia ist als Protagonistin natürlich eine besondere Wahl. Sie ist impulsiv, vorlaut und trifft nicht immer die klügsten Entscheidungen, aber genau dadurch wirkt sie unglaublich lebendig.

Die Geschichte ist humorvoll und hat einige wunderbar skurrile Momente. Gleichzeitig gibt es Intrigen, Gefahren und einen durchaus spannenden magischen Handlungsstrang. An manchen Stellen war mir die Geschichte allerdings etwas zu ausführlich und nicht jede Wendung konnte mich gleichermaßen überraschen. Dadurch gab es zwischendurch kleinere Längen.

Die Liebesgeschichte nimmt im Vergleich zur Magie und Lydias persönlicher Entwicklung eher einen kleineren Raum ein, was ich hier aber passend fand. Sie ergänzt die Handlung, ohne sie zu dominieren – einen Hauch Regency-Romantik gibt es natürlich trotzdem.

Fazit: „Stolz, Vorurteil und Hexerei“ ist eine ungewöhnliche und sehr unterhaltsame Neuinterpretation des Klassikers. Wenn ihr Jane Austen mögt und gleichzeitig Lust auf Hexerei, Magie und eine etwas verrückte Regency-Welt habt, solltet ihr Lydia Bennet unbedingt kennenlernen.