Eher halbherziger Versuch
Ich bin bei dem Buch ein bisschen zwiegespalten. Die grundsätzliche Idee gefällt mir sehr. Auch der Umstand, dass die Geschichte aus Sicht der im Original doch ziemlich gescholtenen Lydia erzählt wird, finde ich interessant. In der Umsetzung allerdings haben mir viele Stellen eher nur mäßig gefallen. Es ist gefällig geschrieben. Der Einstieg fällt leicht und der Stil ist einfach und klar gehalten. Die Geschichte ist allerdings sehr kleinteilig erzählt und an sich sehr nebensächliche Dinge werden für meinen Geschmack unnötig ausgeweitet. Das zieht so manche Episode doch arg in die Länge und so richtig in Fahrt kommt die Handlung dadurch auch nicht. Die Geschichte läuft so vor sich hin - leicht, ohne große Aufregung, immer im gleichen Stil und Ton. Wenn die Handlung festzustecken droht, kommt Magie ins Spiel. Das ist letztlich ziemlich oft der Fall, macht allerdings auch keinen großen Unterschied, denn danach geht es im gleichen Muster weiter. Da hilft leider auch nicht der durchaus feine Humor, der immer mal wieder durchblitzt.
Obwohl Lydia die Erzählerin der Geschichte ist, ist sie, besonders am Anfang, nicht besonders positiv dargestellt. Um ehrlich zu sein, fand ich sie schrecklich dumm, egoistisch, herablassend und nervig. Die immer wiederkehrende Beschreibung, dass sie wisse, ein schlechter Mensch zu sein, empfand ich als überflüssig. Man hat schnell verstanden, dass Lydia ein schlechtes Bild von sich selbst hat. Man muss es nicht in so gut wie jedem Kapitel wiederholen.
Regelrecht genervt war ich davon, dass so unglaublich lange einfach nichts nennenswertes passiert. Es werden zig Nebensächlichkeiten seitenlang beschrieben, aber wenn es dann quasi zum finalen Showdown zwischen Gut und Böse kommt, wird dieser eher lapidar abgehandelt und es kommt noch nicht einmal richtig Spannung und Dramatik auf. Ein paar szenisch in Ohnmacht fallende Hexen machen für mich nun mal leider keine Dramatik aus.
Zumindest Lydia erfährt gen Ende nochmal eine Art Wandlung, die sie deutlich reifer erscheinen lässt und ihr auch ein paar Sympathiepunkte einbringt.
Es war insgesamt ein guter Versuch einer Neuinterpretation von Jane Austens Klassiker. Mir war es allerdings zu langatmig und halbherzig umgesetzt und konnte mich nicht begeistern.
Obwohl Lydia die Erzählerin der Geschichte ist, ist sie, besonders am Anfang, nicht besonders positiv dargestellt. Um ehrlich zu sein, fand ich sie schrecklich dumm, egoistisch, herablassend und nervig. Die immer wiederkehrende Beschreibung, dass sie wisse, ein schlechter Mensch zu sein, empfand ich als überflüssig. Man hat schnell verstanden, dass Lydia ein schlechtes Bild von sich selbst hat. Man muss es nicht in so gut wie jedem Kapitel wiederholen.
Regelrecht genervt war ich davon, dass so unglaublich lange einfach nichts nennenswertes passiert. Es werden zig Nebensächlichkeiten seitenlang beschrieben, aber wenn es dann quasi zum finalen Showdown zwischen Gut und Böse kommt, wird dieser eher lapidar abgehandelt und es kommt noch nicht einmal richtig Spannung und Dramatik auf. Ein paar szenisch in Ohnmacht fallende Hexen machen für mich nun mal leider keine Dramatik aus.
Zumindest Lydia erfährt gen Ende nochmal eine Art Wandlung, die sie deutlich reifer erscheinen lässt und ihr auch ein paar Sympathiepunkte einbringt.
Es war insgesamt ein guter Versuch einer Neuinterpretation von Jane Austens Klassiker. Mir war es allerdings zu langatmig und halbherzig umgesetzt und konnte mich nicht begeistern.