Ein Juwel?

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lesefunken Avatar

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Für mich trifft das leider trotz des schönen Einbandes nicht zu. Ich hatte auf eine Handlung gehofft, die die ursprüngliche zwar abwandelt, aber trotzdem diesen Charme der Zeit auffängt und diesen einfach mit einer Portion Magie würzt. Leider blieb aber vom bekannten Roman nur wenig übrig. Lieb gewonnene Charaktere werden plötzlich in einem schlechten Licht präsentiert und stattdessen übernehmen Nebenrollen die Bühne.
Lydia ist die 7. Tochter einer 7. Tochter und dadurch Magie begabt und Kitty eigentlich eine verhexte Katze. Wickham und Georgina, teilweise auch noch Darcy bekamen in der Handlung größere Rollen, alles andere verblasst in diesem Buch mit zunehmender Handlung immer mehr und wird auch immer seltsamer.
Genauso ungewöhnlich ist auch der Schreibstil. Lydia schreibt ihre Erinnerungen auf eine Weise auf, als wären sie an jemanden gerichtet und als würde sie sie auch im selben Moment erst erleben. Das wirkt seltsam. Sie springt auch oft in der Zeit, wirkt manchmal gegenwärtig, zukünftig, wissend und naiv zugleich, was aber durch Lydias quirligem Temperament trotzdem irgendwie authentisch wirkt. Alles in allem liest sich das Buch leicht und auch Austen-Vorkenntnisse braucht man nicht zwingend. Trotzdem bleibe ich mir gemischten Gefühlen zurück. Für mich war hier einfach zu wenig Regency und Austen zu spüren und der Anteil an Fantasy zu groß und zu plump.