Eine Hexe unter den Bennets – herrlich anders erzählt

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nirvia Avatar

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Als großer Fan von Stolz und Vorurteil war ich neugierig, ob eine magische Neuinterpretation wirklich funktionieren kann – und ja, sie funktioniert erstaunlich gut.

Schon nach wenigen Seiten fühlte ich mich mitten in der Welt der Bennets. Der Schreibstil ist angenehm und wirkt modern, passt aber trotzdem zur Zeitlinie der Story. Lydia erzählt selbst, direkt, lebhaft, manchmal total überdreht - was mir sehr gut gefallen hat. Das Buch punktet mit spannend, amüsant sein und sich locker leicht lesen lassen.

Die Idee, Hexerei und übernatürliche Elemente einzubauen, fand ich richtig gelungen. Anfangs war ich skeptisch, aber die Mischung passt. Kitty als verzauberte Katze, Wickham als Dämon, Darcy im Kampf gegen Flüche. Klingt erstmal nach Chaos, passte aber wie die Faust aufs Auge.

Besonders schön fand ich, dass Lydia hier endlich mehr Tiefe bekommt. Im original erscheint sie blass und naiv; hier hat sie einen wirklich vielschichtigen Charakter. Sie ist mutig, neugierig, macht viele Fehler. Auch die Magie selbst ist gut erklärt und fügt sich logisch in die Geschichte ein.

Die Figuren sind wunderbar getroffen. Mr. Bennets trockener Humor, Mrs. Bennets Nerven, die Schwestern – alles fühlt sich vertraut an. Gleichzeitig gibt es neue Wendungen, die spannend und nicht vorhersehbar sind. Ich hatte oft das Gefühl, einen Film im Kopf zu haben.

Für mich eine tolle, charmante Neuinterpretation und ich würde zu gern auch noch Geschichten der anderen Schwestern und Figuren lesen.