Eine magische und herrlich skurrile Neuinterpretation

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wika-chan Avatar

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„Stolz, Vorurteil und Hexerei“ ist eine ungewöhnliche Neuinterpretation von Jane Austens Stolz und Vorurteil, die die Geschichte aus der Sicht der jüngsten Bennet-Schwester Lydia erzählt. Und genau dieser Perspektivwechsel macht das Buch so interessant.

Lydia war für mich schon im Original eine eher nervige und impulsive Figur – umso spannender fand ich es, ihre Gedanken und ihre ganz eigene Sicht auf die Ereignisse kennenzulernen. Die Mischung aus Jane Austens bekannten Figuren, Magie, Hexerei und einer gehörigen Portion Humor funktioniert überraschend gut. Besonders die Idee, dass Kitty eigentlich eine Katze ist und Wickham ein Dämon, sorgt für einige skurrile und unterhaltsame Momente.

Der Schreibstil ist locker und witzig, gleichzeitig bleibt die Geschichte der Atmosphäre von Stolz und Vorurteil erstaunlich treu. Besonders gefallen hat mir, dass Lydia im Laufe der Handlung deutlich mehr Tiefe bekommt und man hinter ihre scheinbar sorglose und leichtsinnige Fassade schauen kann.

Allerdings braucht die Geschichte ein wenig Zeit, bis man sich an die vielen fantastischen Elemente gewöhnt hat. Wer eine möglichst klassische Austen-Adaption erwartet, könnte deshalb zunächst etwas irritiert sein.