Jane Austen anders aber nicht besser

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fibelleser Avatar

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Melinda Taub hat aus dem wundervollen Roman „Stolz und Vorurteil“ von Jane Austen versucht einen veränderten neuen Roman zu verfassen. Das vorliegende Produkt hat mich nur in Ansätzen überzeugt und nur wenig gefesselt. Vielleicht waren auch die Figuren der Vorlage daran schuld. Ich kann mir Lydia und ihre Bennet Schwestern nur schwer als Hexe vorstellen.
Lydia selbst muss noch viel als Hexe lernen und erfährt bald, dass auch eine Hexe durch andere Hexen und Magier in Gefahr geraten kann. Manche Episoden wirkten witzig, so die Einbringung der Katze Kitty als Schwester von Lydia.
Gesellschaftskritik gibt es in Ansätzen. In den Passagen als die geheimnisvolle Miss Lambe Lydia von ihrer Familie erzählt. Hier spricht sich Miss Lambe von der Sklavenhalterpolitik ihres Großvaters frei, sie ist für die Freiheit der Menschen und muss doch erleben, dass ihre Vorstellung und Wünsche in der Gesellschaft der Reichen nicht geduldet werden.
In der Danksagung verrät die Autorin, dass sie Hinweise erhielt, das Buch sei schon jetzt zu lang. Leider hat sie für mich an diesem kritischen Hinweis kaum gearbeitet. Für mich hat der Roman seine Längen. Erst die ca letzten 150 Seiten waren dann spannender.