Lydia

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castilleja Avatar

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Ich habe "Pride and Prejudice" mehrfach gelesen und kenne auch die Verfilmungen, so dass ich gespannt war, welche Neu-Interpretation hier auf mich zukommt. Und dann aus der Sicht von Lydia, die eigentlich eine Hexe sein soll.
Ich glaube, man hat mehr Spaß an der Geschichte, wenn man das Original kennt. So versteht man beispielsweise die Seitenhiebe in Richtung Darcy und Bingley besser und auch Mr. Collins, der nach einer Verhexung nur noch trötet wie ein Waldhorn - das passte einfach gut.
Ja, Lydia ist die jüngste Schwester und Kitty ist eigentlich gar nicht ihre Schwester, sondern etwas ganz anderes. Lydia schreibt ihre Geschichte nieder und es gibt immer einen Wechsel zwischen den Ereignissen aus der Vergangenheit und der Gegenwart. Sie ist Mrs Wickham und Wickham macht sich rar. Lydia und ihre Tante sind Hexen und ohne ihre Tante, die gar nicht so gut hexen kann und nicht so mächtig ist, wäre sie trotzdem aufgeschmissen gewesen. Aber - typisch Lydia - macht sie unvorsichtig Versprechungen, die sie später bereuen wird.
Lydia wurde mir auch hier nicht sympathischer, aber das musste sie ja auch nicht.
Aber sie ist gerissen und steht für sich ein, als sie in Newcastle quasi von Nichts leben muss.
Einige Längen, aber insgesamt hat mir das Buch gefallen.