Lydia Bennet
Wenn man Jane Austen gelesen hat, kennt man natürlich die Bennet-Schwestern. Doch da wird sich zum Großteil auf Lizzy und ein wenig auf Jane konzentriert, die jüngeren Schwestern bleiben etwas außen vor. Allerdings ist Lydia Bennet natürlich trotzdem bekannt - sie ist wild, ohne das, was als Anstand angesehen wird, und stürzt sich immer Hals über Kopf in Abenteuer, aus denen sie dann von anderen befreit werden muss. Oder? Hier schildert uns Lydia ihre eigene Version der Ereignisse aus Stolz und Vorurteil und dabei erfahren wir etwas, worüber uns Lizzy und Darcy im Dunkeln gelassen haben: Lydia ist eine Hexe und sie beherrscht Magie. Oder vielleicht auch andersrum, die Magie beherrscht sie und bringt sie in ungeahnte Schwierigkeiten ...
Einerseits finde ich, dass die Autorin den Grundton von Austen wirklich gut getroffen hat; auch die Ereignisse selbst (Magie hin oder her) erscheinen mir durchaus der Zeit angemessen. Dann wiederum verliert sie wieder in endlosem Geschwafel, was das Leseerlebnis ein bisschen zäh werden lässt. Zwischendurch schiebt sie dann wieder spannende Ereignisse ein, auch Sozialkritik kommt nicht zu kurz. Und auch, wenn Lydia nicht durchweg sympathisch ist - soll sie ja auch gar nicht sein! - ist sie im Endeffekt eine starke Persönlichkeit, unangepasst, aber für ihre FreundInnen immer da. Mit der Kitty-Sache war ich ein bisschen verquer, auch die Gefährtensache mit Wickham finde ich zum Schluss etwas ... unmoralisch, weil es irgendwie dann doch auf etwas wie Unterordnung hinausläuft. Da ich also selbst so hin- und hergerissen bin bei dem Buch, zerreiße ich auch die Punkte und gebe 3.5/5 Punkten.
Einerseits finde ich, dass die Autorin den Grundton von Austen wirklich gut getroffen hat; auch die Ereignisse selbst (Magie hin oder her) erscheinen mir durchaus der Zeit angemessen. Dann wiederum verliert sie wieder in endlosem Geschwafel, was das Leseerlebnis ein bisschen zäh werden lässt. Zwischendurch schiebt sie dann wieder spannende Ereignisse ein, auch Sozialkritik kommt nicht zu kurz. Und auch, wenn Lydia nicht durchweg sympathisch ist - soll sie ja auch gar nicht sein! - ist sie im Endeffekt eine starke Persönlichkeit, unangepasst, aber für ihre FreundInnen immer da. Mit der Kitty-Sache war ich ein bisschen verquer, auch die Gefährtensache mit Wickham finde ich zum Schluss etwas ... unmoralisch, weil es irgendwie dann doch auf etwas wie Unterordnung hinausläuft. Da ich also selbst so hin- und hergerissen bin bei dem Buch, zerreiße ich auch die Punkte und gebe 3.5/5 Punkten.