Magische Miss Bennet

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anjulia Avatar

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Ich gebe zu, dass es schon etliche Jahre her ist, dass ich das Original gelesen bzw. eine Verfilmung dazu gesehen habe. An die jüngste der Bennet-Schwestern Lydia konnte ich mich aber noch gut erinnern. Jung, naiv und ungestüm, so ist Lydia auch in diesem Buch und dazu gesegnet mit einer großen Portion an Magie. Tatsächlich geht es in Stolz, Vorurteil und Hexerei von Melinda Taub weniger um Mr. Darcy und Elizabeth (bei denen ich mir nie merken kann, wer stolz ist und wer Vorurteile hat) sondern um Lydia Bennets Geschichte, die eindeutig mit Hexerei zu tun hat. Dass sie eine starke Hexe ist, steht schon in ihrer Kindheit fest. Ein Zauberer verwandelt eine Katze, die fortan ihre Schwester Kitty ist. Gleichzeitig muss sie sehr früh einen Pakt mit einem Dämon eingehen, der für den restlichen Verlauf der Geschichte entscheidend ist. Und auch der attraktive Mr. Wickham hat einen ganz anderen Hintergrund, als Jane Austen je für ihn vorgesehen hat.

Der Schreibstil der Autorin liest sich leicht und angenehm. Die Geschichte wird aus Lydias Perspektive geschrieben. Tatsächlich finde ich, dass die Autorin den Ton dieser vergangenen Ära sehr gut trifft. Dass Lydia sich ihrer Charakterschwächen bewusst ist und sie diese eigentlich auch nicht wirklich stören, macht sie trotz ihrer Fehler sympathisch. Die Kombination aus Regency und Fantasy hat mir sehr gut gefallen. Wer kann schon zu einem Leben zwischen Regency Bällen und Hexenzirkeln Nein sagen. Insgesamt finde ich die Geschichte sehr erfrischend und humorvoll. Einen kleinen, passenden Romance-Anteil gibt es zum Schluss auch noch.

Das Buch orientiert sich an einem großen Klassiker der Literatur, erzählt diesen nicht neu, sondern gibt Lydia Bennet ihre eigene, erzählenswerte Geschichte. Ich habe diese sehr gemocht und kann das Buch ausdrücklich weiterempfehlen.