Originelle Neuinterpretation mit Schwächen

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hilou Avatar

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Zum Inhalt:
Lydia, die Jüngste der Bennet-Schwestern, verbirgt ein großes Geheimnis: Sie hat magische Fähigkeiten, die sich bereits im Kindesalter zeigen. So verwandelt sie ihre geliebte Katze kurzerhand in eine menschliche Gefährtin, das ihr gesamtes Umfeld einschließlich ihrer Familie fortan als ihre Schwester wahrnimmt. Doch nur ihre Tante erkennt Lydias magische Talent und beginnt, sie in die Geheimnisse der Hexerei einzuweisen. Eines Tages trifft Lydia auf den dämonischen Lord Wormenheart, dem sie eine Gunst verspricht. Viele Jahre später fordert dieser das Versprechen ein und Lydia muss lernen, mit ihrer Magie und den Folgen ihrer Entscheidungen zu leben.

Meine Leseerfahrung:
Es müssten schon viele Jahre vergangen sein, dass ich Jane Austens "Stolz und Vorurteil" gelesen habe. Eigentlich wäre es mal wieder Zeit, einen Re-Read zu starten. Doch Neuinterpretationen sind auch was Feines. "In Stolz, Vorurteil und Hexerei – Die skandalösen Geheimnisse der Lydia Bennet" erzählt Melinda Taub die bekannte Geschichte aus der Perspektive von Lydia Bennet neu und ergänzt sie um eine magische Parallelwelt. Genau diese Grundidee hat mir sehr gefallen. Der Autorin gelingt es dabei meiner Meinung nach erstaunlich gut, eigene und teilweise wirklich originelle Ideen einzubringen, ohne dabei das Gesamtbild von Austens Roman zu stark zu verändern.
Zum Einen fand ich die Darstellung der Lydia Bennett in dieser Version viel ansprechender, was an der ganz persönlichen Erzählperspektive liegen könnte. Lydia ist hier viel mehr als die verzogene Göre aus dem Klassiker. Ihre magischen Fähigkeiten und ihre Erfahrungen in der Welt des Übernatürlichen prägen ihren Charakter auf entscheidende Weise. Man bekommt ihre Gedanken, Beweggründe und Gefühle unmittelbar mit und erkennt dadurch Eigenschaften an ihr, die im Original kaum sichtbar werden.
Zum Anderen hat mir gefallen, dass die bekannten Ereignisse aus Stolz und Vorurteil nicht einfach verändert oder ersetzt worden sind. Stattdessen entsteht der Eindruck, dass neben der bekannten Geschichte noch eine zweite, bislang unbekannte Handlung stattgefunden haben könnte. Das ist mE deutlich interessanter als ein Retelling, bei dem die Figuren lediglich übernommen werden und anschließend eine vollkommen neue Handlung erzählt wird.
Der Roman fängt direkt mit einer genialen Idee an. Lydia verwandelt ihre Katze in eine Schwester, die wir als Kitty Bennet kennen. Die Vorstellung, dass aus einer geliebten Katze eine menschliche Freundin wird, fand ich sehr ansprechend. So etwas hätte ich mir in der Kindheit selbst sehr gewünscht. Die Autorin hat aber noch einige andere Einfälle zu bieten. Eigentlich wäre die Story damit ganz meins gewesen. Aber mit dem Erzählstil selbst bin ich leider über lange Abschnitte nicht gut zurechtgekommen. Der Roman war mir deutlich zu langatmig. Lydia schweift in ihren Erzählungen nämlich immer wieder ab, Szenen werden unnötig ausgedehnt und manche Gedanken oder Situationen bekommen sehr viel mehr Raum, als sie meiner Meinung nach gebraucht hätten. Diese zähe Erzählweise hat damit insgesamt meinen Lesefluss gestört und mich immer wieder aus der Geschichte manövriert, so dass ich einfach deutlich länger fürs Beenden gebraucht habe.

Schade eigentlich, da das Buch inhaltlich überzeugt, aber auf der Erzählebene einfach einige Mängel zu viel hat. Die Geschichte hätte man durchaus kompakter präsentieren können. In dieser Form reicht es meinerseits nur für eine sehr knappe 4-Sterne-Bewertung.

Fazit:
"Stolz, Vorurteil und Hexerei" von Melinda Taub ist aufgrund origineller Ideen eine gelungene Erweiterung von Austens Welt. Das Buch überzeugt inhaltlich voll und ganz, leidet allerdings an entscheidenden Stellen an Langatmigkeit und unnötig anmutenden Leseabschnitten, die nicht nur eingefleischten Austen-Fans auffallen dürften. Zum Inhalt:
Lydia, die Jüngste der Bennet-Schwestern, verbirgt ein großes Geheimnis: Sie hat magische Fähigkeiten, die sich bereits im Kindesalter zeigen. So verwandelt sie ihre geliebte Katze kurzerhand in eine menschliche Gefährtin, das ihr gesamtes Umfeld einschließlich ihrer Familie fortan als ihre Schwester wahrnimmt. Doch nur ihre Tante erkennt Lydias magische Talent und beginnt, sie in die Geheimnisse der Hexerei einzuweisen. Eines Tages trifft Lydia auf den dämonischen Lord Wormenheart, dem sie eine Gunst verspricht. Viele Jahre später fordert dieser das Versprechen ein und Lydia muss lernen, mit ihrer Magie und den Folgen ihrer Entscheidungen zu leben.

Meine Leseerfahrung:
Es müssten schon viele Jahre vergangen sein, dass ich Jane Austens "Stolz und Vorurteil" gelesen habe. Eigentlich wäre es mal wieder Zeit, einen Re-Read zu starten. Doch Neuinterpretationen sind auch was Feines. "In Stolz, Vorurteil und Hexerei – Die skandalösen Geheimnisse der Lydia Bennet" erzählt Melinda Taub die bekannte Geschichte aus der Perspektive von Lydia Bennet neu und ergänzt sie um eine magische Parallelwelt. Genau diese Grundidee hat mir sehr gefallen. Der Autorin gelingt es dabei meiner Meinung nach erstaunlich gut, eigene und teilweise wirklich originelle Ideen einzubringen, ohne dabei das Gesamtbild von Austens Roman zu stark zu verändern.
Zum Einen fand ich die Darstellung der Lydia Bennett in dieser Version viel ansprechender, was an der ganz persönlichen Erzählperspektive liegen könnte. Lydia ist hier viel mehr als die verzogene Göre aus dem Klassiker. Ihre magischen Fähigkeiten und ihre Erfahrungen in der Welt des Übernatürlichen prägen ihren Charakter auf entscheidende Weise. Man bekommt ihre Gedanken, Beweggründe und Gefühle unmittelbar mit und erkennt dadurch Eigenschaften an ihr, die im Original kaum sichtbar werden.
Zum Anderen hat mir gefallen, dass die bekannten Ereignisse aus Stolz und Vorurteil nicht einfach verändert oder ersetzt worden sind. Stattdessen entsteht der Eindruck, dass neben der bekannten Geschichte noch eine zweite, bislang unbekannte Handlung stattgefunden haben könnte. Das ist mE deutlich interessanter als ein Retelling, bei dem die Figuren lediglich übernommen werden und anschließend eine vollkommen neue Handlung erzählt wird.
Der Roman fängt direkt mit einer genialen Idee an. Lydia verwandelt ihre Katze in eine Schwester, die wir als Kitty Bennet kennen. Die Vorstellung, dass aus einer geliebten Katze eine menschliche Freundin wird, fand ich sehr ansprechend. So etwas hätte ich mir in der Kindheit selbst sehr gewünscht. Die Autorin hat aber noch einige andere Einfälle zu bieten. Eigentlich wäre die Story damit ganz meins gewesen. Aber mit dem Erzählstil selbst bin ich leider über lange Abschnitte nicht gut zurechtgekommen. Der Roman war mir deutlich zu langatmig. Lydia schweift in ihren Erzählungen nämlich immer wieder ab, Szenen werden unnötig ausgedehnt und manche Gedanken oder Situationen bekommen sehr viel mehr Raum, als sie meiner Meinung nach gebraucht hätten. Diese zähe Erzählweise hat damit insgesamt meinen Lesefluss gestört und mich immer wieder aus der Geschichte manövriert, so dass ich einfach deutlich länger fürs Beenden gebraucht habe.

Schade eigentlich, da das Buch inhaltlich überzeugt, aber auf der Erzählebene einfach einige Mängel zu viel hat. Die Geschichte hätte man durchaus kompakter präsentieren können. In dieser Form reicht es meinerseits nur für eine sehr knappe 4-Sterne-Bewertung.

Fazit:
"Stolz, Vorurteil und Hexerei" von Melinda Taub ist aufgrund origineller Ideen eine gelungene Erweiterung von Austens Welt. Das Buch überzeugt inhaltlich voll und ganz, leidet allerdings an entscheidenden Stellen an Langatmigkeit und unnötig anmutenden Leseabschnitten, die nicht nur eingefleischten Austen-Fans auffallen dürften.