Roman mit Luft nach oben
Wie sind Thema und Geschichte umgesetzt?
Als große Jane-Austen-Liebhaberin war ich besonders gespannt auf diese Neuinterpretation. Der Gedanke, die Geschichte aus der Sicht von Lydia Bennet zu erzählen und sie mit Fantasy-Elementen zu verbinden, ist originell und bietet viel Potenzial.
Die Mischung aus Klassiker und Fantasy ist grundsätzlich gelungen. Zwar finden sich immer wieder Bezüge zu Jane Austens Vorlage, doch diese prägen die Handlung weniger stark, als ich erwartet hatte. Wer Stolz und Vorurteil nicht kennt, kann der Geschichte dennoch problemlos folgen.
Leider konnte die Umsetzung mein Interesse nicht durchgehend aufrechterhalten. Während der Einstieg leichtfiel und die Grundidee neugierig machte, entwickelte die Handlung über weite Strecken nur wenig Spannung. Besonders im Mittelteil fehlten mir größere Entwicklungen und Höhepunkte. Erst gegen Ende nahm die Geschichte wieder etwas Fahrt auf, bevor der Lesefluss für mich erneut nachließ.
Cover und Gestaltung
Das Cover ist kein Cover, was sofort durch eine starke Farbenauswahl oder Buntheit auffällt. In seiner Schlichtheit und den Elementen der Hexerei passt es wunderbar zur Hexerei und auch zur Romanhandlung. Was mir beim Lesen aber aufgefallen ist. Das Cover ist leichter anfällig für Stoßkanten, wenn man es ins Regel stellt aufgrund des Hartkartons.
Wie finde ich den Schreibstil?
Der Schreibstil ist leicht, humorvoll und teilweise angenehm sarkastisch. Besonders zu Beginn hat mir das sehr gut gefallen. Die Ich-Perspektive sorgt dafür, dass man Lydia nahekommt und ihre Gedanken und Erlebnisse unmittelbar miterlebt. Ihre direkte Ansprache der Leserinnen und Leser schafft zusätzlich eine persönliche Atmosphäre.
Auf Dauer verlor dieser Erzählstil für mich jedoch etwas an Reiz, da die Handlung nicht immer die gleiche Dynamik beibehielt. Trotzdem passt die Sprache hervorragend zur Hauptfigur und trägt dazu bei, dass sich ihre Persönlichkeit deutlich entfalten kann.
Haben mir die Figuren gefallen? Sind sie authentisch?
Bei den Figuren haben mich einige überrascht, andere nicht. Vor allem Lydia erhält deutlich mehr Tiefe, als man es aus Jane Austens Original kennt. Sie entwickelt sich zu einer vielschichtigen Figur, die nicht nur durch ihre Schwächen, sondern auch durch ihre Entwicklung überzeugt.
Besonders gelungen fand ich, dass ihre Entscheidungen und Fehleinschätzungen nachvollziehbar wirken. Ihre Naivität und ihre manchmal etwas unüberlegte Art erscheinen glaubwürdig und passen zu ihrem Alter sowie ihrer begrenzten Lebenserfahrung.
Auch einige der neu eingeführten Figuren, wie Harriet empfand ich als interessant. Sie sorgten für unerwartete Entwicklungen und machten deutlich, dass der erste Eindruck eines Menschen nicht immer der richtige sein muss. Die bekannten Figuren aus Austens Roman bleiben dagegen weitgehend ihren vertrauten Rollen treu und konnten mich daher weniger überraschen.
Warum war das Buch für mich interessant?
Mein Interesse beruhte vor allem auf der Verbindung zweier Dinge, die ich grundsätzlich sehr gerne mag. Jane Austen und Fantasy. Zudem fand ich die Entscheidung spannend, die Geschichte aus der Sicht von Lydia Bennet zu erzählen. Da sie im Original eher eine Nebenfigur ist, die man schnell übersieht oder vergisst, erwartete ich eine neue Perspektive auf den Klassiker von Jane Austen.
Zur Autorin
Melinda Taub verfolgt mit diesem Roman einen interessanten Ansatz, indem sie einen literarischen Klassiker mit fantastischen Elementen verbindet und einer bekannten Nebenfigur eine eigene Stimme verleiht. Gerade diese Idee weckte mein Interesse an dem Buch.
Fazit
Das Buch ist durchaus lesenswert, insbesondere für Leserinnen und Leser, die Fantasy-Adaptionen klassischer Stoffe mögen. Allerdings sollte man die Erwartungen an die Verbindung mit Jane Austens Original nicht zu hoch ansetzen. Die Grundidee besitzt viel Potenzial, das aus meiner Sicht jedoch nicht vollständig ausgeschöpft wurde. Schade eigentlich.
Als große Jane-Austen-Liebhaberin war ich besonders gespannt auf diese Neuinterpretation. Der Gedanke, die Geschichte aus der Sicht von Lydia Bennet zu erzählen und sie mit Fantasy-Elementen zu verbinden, ist originell und bietet viel Potenzial.
Die Mischung aus Klassiker und Fantasy ist grundsätzlich gelungen. Zwar finden sich immer wieder Bezüge zu Jane Austens Vorlage, doch diese prägen die Handlung weniger stark, als ich erwartet hatte. Wer Stolz und Vorurteil nicht kennt, kann der Geschichte dennoch problemlos folgen.
Leider konnte die Umsetzung mein Interesse nicht durchgehend aufrechterhalten. Während der Einstieg leichtfiel und die Grundidee neugierig machte, entwickelte die Handlung über weite Strecken nur wenig Spannung. Besonders im Mittelteil fehlten mir größere Entwicklungen und Höhepunkte. Erst gegen Ende nahm die Geschichte wieder etwas Fahrt auf, bevor der Lesefluss für mich erneut nachließ.
Cover und Gestaltung
Das Cover ist kein Cover, was sofort durch eine starke Farbenauswahl oder Buntheit auffällt. In seiner Schlichtheit und den Elementen der Hexerei passt es wunderbar zur Hexerei und auch zur Romanhandlung. Was mir beim Lesen aber aufgefallen ist. Das Cover ist leichter anfällig für Stoßkanten, wenn man es ins Regel stellt aufgrund des Hartkartons.
Wie finde ich den Schreibstil?
Der Schreibstil ist leicht, humorvoll und teilweise angenehm sarkastisch. Besonders zu Beginn hat mir das sehr gut gefallen. Die Ich-Perspektive sorgt dafür, dass man Lydia nahekommt und ihre Gedanken und Erlebnisse unmittelbar miterlebt. Ihre direkte Ansprache der Leserinnen und Leser schafft zusätzlich eine persönliche Atmosphäre.
Auf Dauer verlor dieser Erzählstil für mich jedoch etwas an Reiz, da die Handlung nicht immer die gleiche Dynamik beibehielt. Trotzdem passt die Sprache hervorragend zur Hauptfigur und trägt dazu bei, dass sich ihre Persönlichkeit deutlich entfalten kann.
Haben mir die Figuren gefallen? Sind sie authentisch?
Bei den Figuren haben mich einige überrascht, andere nicht. Vor allem Lydia erhält deutlich mehr Tiefe, als man es aus Jane Austens Original kennt. Sie entwickelt sich zu einer vielschichtigen Figur, die nicht nur durch ihre Schwächen, sondern auch durch ihre Entwicklung überzeugt.
Besonders gelungen fand ich, dass ihre Entscheidungen und Fehleinschätzungen nachvollziehbar wirken. Ihre Naivität und ihre manchmal etwas unüberlegte Art erscheinen glaubwürdig und passen zu ihrem Alter sowie ihrer begrenzten Lebenserfahrung.
Auch einige der neu eingeführten Figuren, wie Harriet empfand ich als interessant. Sie sorgten für unerwartete Entwicklungen und machten deutlich, dass der erste Eindruck eines Menschen nicht immer der richtige sein muss. Die bekannten Figuren aus Austens Roman bleiben dagegen weitgehend ihren vertrauten Rollen treu und konnten mich daher weniger überraschen.
Warum war das Buch für mich interessant?
Mein Interesse beruhte vor allem auf der Verbindung zweier Dinge, die ich grundsätzlich sehr gerne mag. Jane Austen und Fantasy. Zudem fand ich die Entscheidung spannend, die Geschichte aus der Sicht von Lydia Bennet zu erzählen. Da sie im Original eher eine Nebenfigur ist, die man schnell übersieht oder vergisst, erwartete ich eine neue Perspektive auf den Klassiker von Jane Austen.
Zur Autorin
Melinda Taub verfolgt mit diesem Roman einen interessanten Ansatz, indem sie einen literarischen Klassiker mit fantastischen Elementen verbindet und einer bekannten Nebenfigur eine eigene Stimme verleiht. Gerade diese Idee weckte mein Interesse an dem Buch.
Fazit
Das Buch ist durchaus lesenswert, insbesondere für Leserinnen und Leser, die Fantasy-Adaptionen klassischer Stoffe mögen. Allerdings sollte man die Erwartungen an die Verbindung mit Jane Austens Original nicht zu hoch ansetzen. Die Grundidee besitzt viel Potenzial, das aus meiner Sicht jedoch nicht vollständig ausgeschöpft wurde. Schade eigentlich.