Stolz, Vorurteil und ein wenig Enttäuschung

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snookie Avatar

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In „Stolz, Vorurteil und Hexerei“ steht Lydia Bennet, die jüngste Tochter der Familie Bennet, im Mittelpunkt. Wie viele andere Frauen in der Geschichte hat sie magische Fähigkeiten und ist eine Hexe. Sie verwandelt ihre Katze in ihre Schwester Kitty. Ein Dämon will sie allerdings verschlingen, und Lydia will dies verhindern, dabei begibt sie sich auf eine abenteuerliche und gefährliche Reise.

Zunächst einmal fand ich die Grundidee von „Stolz, Vorurteil und Hexerei“ durchaus spannend. Mich haben sofort das Cover (inkl. Farbschnitt) und der Titel angesprochen. Der Ansatz ist kreativ, jedoch konnte mich die Umsetzung leider nicht vollständig überzeugen.

Schon am Anfang fand ich den Einstieg schwierig. Der Schreibstil ist erstmal gewöhnungsbedürftig. Ich hatte kurz Schwierigkeiten mit der Sprache, da diese auch der Zeit angepasst ist (was an sich sehr passend ist; ich konnte mich auch schnell daran gewöhnen). Allerdings stolperte ich des Öfteren über Formulierungen, die einen aus dem Lesefluss brachten. Schwierig fand ich anfangs auch die vielen nicht ersichtlichen Zeitsprünge und Gedankensprünge, durch die die Handlung stellenweise verwirrend wurde. An die Zeitsprünge konnte ich mich im Laufe des Buches gewöhnen. Manchmal war es schwer nachzuvollziehen, warum bestimmte Dinge passieren oder wie einzelne Ereignisse miteinander zusammenhängen. Auch die große Anzahl an Charakteren hat es nicht leichter gemacht, den Überblick zu behalten. Vielleicht liegt das aber daran, dass ich Stolz und Vorurteil nicht gelesen habe und ich daher die Figuren nicht kannte. Allerdings gibt es auch keinen Hinweis darauf, dass man das Original kennen muss, bevor man das Buch liest. Wer „Stolz und Vorurteil“ im Original kennt, hat vermutlich einen Vorteil, da viele Zusammenhänge und Anspielungen leichter verständlich sind. Ohne diese Vorkenntnisse bleiben manche Beziehungen zwischen den Figuren und bestimmte Entwicklungen jedoch unklar.

Leider konnte ich auch keine Verbindung zu den Charakteren aufbauen. Für mich hatten sie keine Tiefe und sie wirkten oberflächlich. Dadurch konnte ich mich nicht wirklich in sie hineinversetzen und mitfiebern. Auch die Entwicklung der Charaktere über das Buch hinweg, konnte ich nicht erkennen. Auch die Geschichte an sich wirkte ziemlich oberflächlich und hätte meiner Meinung nach mehr Tiefe vertragen können.

Dennoch war die Handlung als solches spannend und hatte einige interessante Ansätze. Die Grundidee eine bekannte Geschichte mit Magie-Elementen zu verbinden, hat durchaus Potenzial.

Das Buch ist eine nette Idee mit einem interessanten Ansatz, aber es konnte mich nicht vollständig überzeugen. Oft war ich einfach verwirrt, da ich Zusammenhänge oder Gedankensprünge nicht nachvollziehen konnte. Es fehlte vor allem an Tiefe, um wirklich herausragend zu sein. Für LeserInnen, die ungewöhnliche Neuinterpretationen mögen, kann es trotzdem einen Versuch wert sein.