Tolle Grundidee, aber nicht ganz rund
Die Grundidee von „Stolz, Vorurteil und Hexerei“ hat mich sofort angesprochen. Jane Austens „Stolz und Vorurteil“ habe ich zwar vor einer Ewigkeit gelesen, allerdings konnte ich mich an die Handlung kaum noch erinnern. Tatsächlich habe ich beim Lesen auch nicht besonders viel wiedererkannt. Die Idee, eine Nebenfigur des Originals stärker in den Mittelpunkt zu rücken und ihr eine eigene Geschichte zu geben, fand ich aber richtig gut.
Grundsätzlich lese ich sehr gerne Fantasy und hatte deshalb auch überhaupt nichts gegen die magische Richtung der Geschichte. Stellenweise war es mir dann allerdings doch etwas zu viel. Drachen und Dämonen, die die Seelen von Hexen fressen – irgendwann war für meinen Geschmack einfach ein Punkt erreicht, an dem es ein bisschen „too much“ wurde. Gerade in Verbindung mit der Welt, die auf Jane Austen basiert, hätte mir etwas weniger vermutlich besser gefallen.
Dass ich trotzdem gerne weitergelesen habe, lag vor allem an der Hauptfigur. Sie war mir von Anfang an sehr sympathisch. Trotz ihres jungen Alters geht sie ihren eigenen Weg, lässt sich nicht alles gefallen und kann dabei auch ganz schön frech sein. Gerade diese Mischung hat für mich sehr gut funktioniert. Auch den Erzählstil und vor allem den Humor mochte ich. Besonders gefallen hat mir, dass sich die Hauptfigur immer wieder direkt an die Leserinnen und Leser wendet. Das gibt der Geschichte etwas Eigenes und passt gut zu ihrer Art.
Ganz rund fand ich diese Erzählweise allerdings nicht. Immer wieder war ich unsicher, ob das, was ich gerade lese, in der Erzählgegenwart stattfindet oder ob von etwas Vergangenem berichtet wird. Dazu kamen einige ziemlich abrupte Sprünge. Ein- oder zweimal war ich tatsächlich überzeugt, beim Umblättern versehentlich eine Doppelseite übersprungen zu haben – hatte ich aber nicht.
Mein größter Kritikpunkt ist jedoch die Handlungsführung. Über weite Strecken wusste ich nicht so recht, worauf die Geschichte eigentlich hinauswill. Mir fehlte ein klar erkennbares Ziel der Hauptfigur und damit ein roter Faden, an dem ich mich beim Lesen orientieren konnte. Das machte einige Abschnitte für mich auch etwas langatmig. Gleichzeitig gab es andere Stellen und Ideen, aus denen man meiner Meinung nach deutlich mehr hätte machen können. Dadurch wirkte die Gewichtung der Handlung für mich nicht immer ganz stimmig: Manches bekam recht viel Raum, obwohl wenig passierte, während interessantere Ansätze vergleichsweise schnell abgehandelt wurden. Eine etwas stringentere Handlungsführung hätte dem Buch meiner Meinung nach sehr gutgetan.
Insgesamt hatte „Stolz, Vorurteil und Hexerei“ für mich also Licht und Schatten. Die sympathische, selbstbewusste Hauptfigur, der Humor und die ungewöhnliche Grundidee haben mir gut gefallen. Bei den Fantasy-Elementen wäre weniger für mich allerdings mehr gewesen, und auch die teilweise sprunghafte und etwas unausgewogene Handlung hat meinen Lesefluss gestört. Empfehlen würde ich das Buch vor allem Leserinnen und Lesern, die humorvolle Fantasy mögen und Lust auf eine ungewöhnliche, deutlich fantastischere Variante der Austen-Welt haben. Genaue Kenntnisse von „Stolz und Vorurteil“ braucht man meiner Erfahrung nach dafür nicht.
Grundsätzlich lese ich sehr gerne Fantasy und hatte deshalb auch überhaupt nichts gegen die magische Richtung der Geschichte. Stellenweise war es mir dann allerdings doch etwas zu viel. Drachen und Dämonen, die die Seelen von Hexen fressen – irgendwann war für meinen Geschmack einfach ein Punkt erreicht, an dem es ein bisschen „too much“ wurde. Gerade in Verbindung mit der Welt, die auf Jane Austen basiert, hätte mir etwas weniger vermutlich besser gefallen.
Dass ich trotzdem gerne weitergelesen habe, lag vor allem an der Hauptfigur. Sie war mir von Anfang an sehr sympathisch. Trotz ihres jungen Alters geht sie ihren eigenen Weg, lässt sich nicht alles gefallen und kann dabei auch ganz schön frech sein. Gerade diese Mischung hat für mich sehr gut funktioniert. Auch den Erzählstil und vor allem den Humor mochte ich. Besonders gefallen hat mir, dass sich die Hauptfigur immer wieder direkt an die Leserinnen und Leser wendet. Das gibt der Geschichte etwas Eigenes und passt gut zu ihrer Art.
Ganz rund fand ich diese Erzählweise allerdings nicht. Immer wieder war ich unsicher, ob das, was ich gerade lese, in der Erzählgegenwart stattfindet oder ob von etwas Vergangenem berichtet wird. Dazu kamen einige ziemlich abrupte Sprünge. Ein- oder zweimal war ich tatsächlich überzeugt, beim Umblättern versehentlich eine Doppelseite übersprungen zu haben – hatte ich aber nicht.
Mein größter Kritikpunkt ist jedoch die Handlungsführung. Über weite Strecken wusste ich nicht so recht, worauf die Geschichte eigentlich hinauswill. Mir fehlte ein klar erkennbares Ziel der Hauptfigur und damit ein roter Faden, an dem ich mich beim Lesen orientieren konnte. Das machte einige Abschnitte für mich auch etwas langatmig. Gleichzeitig gab es andere Stellen und Ideen, aus denen man meiner Meinung nach deutlich mehr hätte machen können. Dadurch wirkte die Gewichtung der Handlung für mich nicht immer ganz stimmig: Manches bekam recht viel Raum, obwohl wenig passierte, während interessantere Ansätze vergleichsweise schnell abgehandelt wurden. Eine etwas stringentere Handlungsführung hätte dem Buch meiner Meinung nach sehr gutgetan.
Insgesamt hatte „Stolz, Vorurteil und Hexerei“ für mich also Licht und Schatten. Die sympathische, selbstbewusste Hauptfigur, der Humor und die ungewöhnliche Grundidee haben mir gut gefallen. Bei den Fantasy-Elementen wäre weniger für mich allerdings mehr gewesen, und auch die teilweise sprunghafte und etwas unausgewogene Handlung hat meinen Lesefluss gestört. Empfehlen würde ich das Buch vor allem Leserinnen und Lesern, die humorvolle Fantasy mögen und Lust auf eine ungewöhnliche, deutlich fantastischere Variante der Austen-Welt haben. Genaue Kenntnisse von „Stolz und Vorurteil“ braucht man meiner Erfahrung nach dafür nicht.