Von Ruhm und Ehre... und Katze!

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elefantracer Avatar

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Lydia ist als Bennet-Schwester immer im Schatten der anderen unterwegs. Doch Not macht erfinderisch und Geheimnisse hat sie einige, die weniger Aufmerksamkeit durchaus nützlich sein lassen. Durch unglückselige Umstände ändert sich das aber bald.

Zweifelsohne führt der Titel den gewillten Leser zu einem anderen Buch. Ich habe Stolz und Vorurteil einmal als Graphic Novel gelesen, daher sind mir zwar Charaktere bekannt, allerdings habe ich nicht alle Verbindungen und Ereignisse im Gedächtnis protokolliert. Daher habe ich das Buch eher eigenständig bewertet und fand den prinzipiellen Ansatz, Magie in eine solche Geschichte einzuweben durchaus amüsant und gelungen.

Lydia ist als Charakter ziemlich losgelöst von Konventionen und ihre chaotische Ader durchaus sympathisch. Ab und an war es allerdings eine Herausforderung, an der ich vermutlich immer noch einige Male gescheitert bin, der Verbindung zwischen den Kapiteln zu folgen, da nicht alles chronologisch dargeboten wird.

Mit ihren Erlebnissen steht Lydia im Buch definitiv im Fokus, ihren Begleitern wird dabei untereinander ähnlich viel Spielraum eingeräumt. Zwar finde ich gut, dass das Augenmerk nicht nur auf Wickham liegt, allerdings hätte ich mir gewünscht, dass das Verhältnis der beiden klarer herausgearbeitet wird, denn irgendwie war es wohl eine Art roter Faden.

Die vorhandene Hexenwelt ist interessant und öfter auch amüsant, die Vertreterinnen passen auch in die Epoche.

Mir hat “Stolz, Vorurteil und Hexerei” durchaus Spaß gemacht und die Anbindung an einen Klassiker hat eine erinnerungswürdige Eigennote mitgebracht, in manchen Punkten hätte das Buch aber m.E. mehr Potenzial gehabt. Daher 4 Sterne als Jane-Austen-Einsteiger.