Witzig, magisch, unterhaltsam
Wie der Titel schon vermuten lässt, ist dies eine Geschichte, die sich an Jane Austens Meisterwerk orientiert. Im Mittelpunkt steht hier Lydia, die jüngste der fünf Bennet-Schwestern, und sie ist eine Hexe. Ja, eine Hexe!
Ich war beeindruckt, mit welcher Leichtigkeit es Melinda Taub hier gelingt den Klassiker in dieser Art und Weise neu zu interpretieren. Die Darstellungen der einzelnen Figuren, allen voran selbstverständlich Lydia, ist wunderbar gelungen. Auch die Atmosphäre und die Stellung der Frauen zu jener Zeit, bringt die Autorin überzeugend ins Geschehen ein. Zu der lebhaften und mit sarkastischen Einlagen gespickten Handlung kommt die für eine Hexe so unvermeidliche Magie natürlich auch nicht zu kurz. Hier hat die Autorin einen großen Einfallsreichtum an den Tag gelegt, so dass die Geschichte einen immer mehr in seinen Bann zieht und sich von Seite zu Seite weiter von seinem berühmten Original löst und zu einem eigenständigen, unterhaltsamen Roman wird.
Fazit: „Stolz, Vorurteil und Hexerei“ ist ein dem Original entlehnter und mit viel Liebe und Respekt neu interpretierter Roman, der mit einem Augenzwinkern gelesen werden sollte und der bestimmt auch Austen-Fans unterhaltsame Lesestunden bereiten wird.