Was ist schon normal? Bunt, schrĂ€g und wunderbar! đŸ§›â€â™€ïžđŸ’›

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annnnnnna Avatar

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Storm ist ein VampirmĂ€dchen und möchte natĂŒrlich unbedingt in die Blutspuck Akademie. Schließlich gehört sich das so. Doch ihre Streiche sind einfach nicht fies genug und plötzlich landet sie im Menscheninternat Burg Zuckerhut. Nicht gerade Storms Traumvorstellung. Doch manchmal fĂŒhren die Wege, die man sich ganz anders vorgestellt hat, genau dorthin, wo man hinmuss.

Die Menschenwelt aus Sicht eines VampirmĂ€dchens zu erleben, ist einfach köstlich. Schon Storms Eltern sind herrlich schrĂ€g und dann gibt es da noch Birne. Eine GlĂŒhkatze! Mehr muss man eigentlich gar nicht sagen. 😅 Diese kleine Begleiterin hat mich mit ihrer ganz eigenen Art immer wieder zum Schmunzeln gebracht.

Storm muss man einfach mögen. Sie ist mutig, eigenwillig und hat einen ausgeprĂ€gten Gerechtigkeitssinn. Auch das Thema Mobbing wird angesprochen, ohne dass die Geschichte dadurch an Leichtigkeit verliert. ZunĂ€chst versucht Storm noch herauszufinden, wie sie den Menschenkindern das Leben möglichst schwer machen kann. Doch dann sind da Fee, Frau Pilz und GĂŒnther, der alte Witze erzĂ€hlende Skelettmann. Und irgendwie sind die Menschen plötzlich gar nicht mehr so schrecklich.

Genau diese Entwicklung hat mir richtig gut gefallen. Storm merkt, dass ihre Vorstellungen von den Menschen nicht unbedingt mit der RealitĂ€t ĂŒbereinstimmen. Sie findet Freundschaft und Verbundenheit und erkennt, dass man jemanden nicht danach beurteilen sollte, woher er kommt oder wie er aussieht.

Und damit steckt in diesem herrlich verrĂŒckten Gruselabenteuer eine Botschaft, die ich richtig wichtig finde: Anderssein ist kein Grund fĂŒr Ablehnung. Vorurteile können den Blick auf den Menschen dahinter versperren. Es lohnt sich, genauer hinzusehen, jemandem eine Chance zu geben und sich selbst ein Bild zu machen.

Birne bringt es mit einem Satz wunderbar auf den Punkt:

„Ich habe das Federvieh verschont, weil ich es wollte. Ich hatte die Wahl. Und du hast auch eine.“

Hach! 💛 Genau diese Wahl haben wir alle. Wie begegnen wir anderen? Lassen wir uns von dem beeinflussen, was wir ĂŒber jemanden gehört haben, oder geben wir ihm die Chance, uns selbst zu zeigen, wer er ist?

Neben dieser schönen Botschaft hat das Buch aber vor allem eines: unglaublich viel Spaß gemacht! Judith Weber erzĂ€hlt locker, witzig und spannend, sodass wir nur so durch die Seiten geflogen sind. Dazu kommen die spektakulĂ€ren Illustrationen von Christian und Fabian Jeremies. Der lebendige Comic-Stil passt perfekt zu Storm, Birne und der ganzen schrĂ€gen Truppe und macht das Buch zu einem echten Hingucker. Damit holt man wirklich auch die grĂ¶ĂŸten Lesemuffel ab!

Das dĂŒstere und geheimnisvolle Cover verspricht schon Grusel pur. Die gedĂ€mpften Farbtöne fangen Storm und Birne vor Burg Zuckerhut wunderbar ein und machen sofort neugierig auf das Abenteuer. Und keine Sorge, so gruselig wird es dann doch nicht. Die Geschichte ist spannend, witzig und ein bisschen schaurig, bleibt dabei aber wunderbar leicht.

Storm ist skurril, schrĂ€g und absolut liebenswert. Ein Kinderbuch ĂŒber Freundschaft, Vorurteile und die Freiheit, sich selbst eine Meinung zu bilden. Und eines, bei dem man nach der letzten Seite ziemlich beseelt zurĂŒckbleibt.

Was fĂŒr ein tolles Gruselabenteuer! đŸ§›â€â™€ïž