Fantasy-Abenteuerroman mit wichtigen Botschaften
Gestaltung:
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Das Cover sieht sehr wild und abenteuerlich aus und passt gut zu einer Fantasy-Geschichte. Die Kontraste zwischen dem dunklen und dem vom Feuer hell erleuchteten Himmel machen definitiv neugierig auf die Handlung. Schade nur, dass im Innenteil weder Illustrationen noch Ornamente zu Beginn der Kapitel oder gar eine Karte zu finden ist. So etwas hätte ich für ein Buch aus diesem Genre für Kinder der empfohlenen Altersgruppe erwartet.
Inhalt:
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Nargis hat eine besondere Gabe: sie ist eine Geistersängerin und kann damit Elemente durch ihren Gesang kontrollieren. Auch ihre Eltern hatten diese Gabe, aber sie auf unbekannte Weise ums Leben gekommen, als Nargis noch klein war. Sie ist bei ihrem Großvater aufgewachsen, der ebenfalls Geistersänger ist.
Sie leben in einer Welt, in der es keinen Regen mehr gibt, die meisten Menschen sind arm. Die Wasserressourcen sind knapp und werden von wenigen reichen und einflussreichen Menschen verwaltet. Die sogenannten "Erdgebundenen" werden von Garudas regiert: Sie sind Mischwesen aus Vögeln und Menschen und leben in einer schwebenden Stadt, die von einer unbekannten Macht am Fliegen gehalten wird. Eines Tages findet Nargis den Sohn des Herrschers, den Adler-Garuda Mistral schwer verletzt.
Er konnte entkommen, während seine Eltern entführt und gefangen gehalten werden, weil jemand anderer die Macht übernehmen möchte. Widerwillig hilft Nargis zusammen mit ihrem Freund Arjuna Mistral, um dessen Eltern zu befreien. Dabei muss sie nicht nur aus ihrer persönlichen Komfortzone heraustreten, sondern wächst auch über sich selbst hinaus und lernt, was Mut, Vertrauen und Freundschaft bedeuten können.
Mein Eindruck:
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"Ich weiß nicht, wie ich zur Geistersängerin geworden bin. Woran ich mich noch erinnere, ist, dass Dad mir beigebracht hat, alles um mich herum nicht nur mit den Augen, sondern mit dem Herzen und mit der Seele zu betrachten. Die Umwelt nicht nur mit den fünf gewöhnlichen Sinnen wahrzunehmen, sondern meinen Geist zu öffnen und so mehr über die Welt zu erfahren, in der wir leben. Während also die meisten Leute bloß flackernde Flammen sahen, sah ich tanzende Feuergeister. Ihre Finger verwoben sich zu züngelnden Buchstaben, bildeten Wörter – vor allem Schimpfwörter –, wo andere nur bedeutungslose Schemen auszumachen vermochten." (S. 84f)
Ich muss gestehen, dass mich das Cover zunächst gar nicht angesprochen hat und auch aus dem Zielgruppenalter von 10 Jahren bin ich längst hinaus. Dennoch hat mich die Handlung neugierig gemacht und der Autor hat es tatsächlich direkt von Beginn an geschafft, mich mitzunehmen und zu fesseln.
Das Setting ist in Indien angelegt, wobei geschickt real existierende Orte mit Fantasieelementen vermischt werden. Wie Herr Chadda im Nachwort schreibt, sind viele indische Sagen und Legenden eingeflossen. Da mir diese jedoch nicht bekannt waren, konnte ich mich erst mal ganz unvoreingenommen in die Welt stürzen und habe nach dem Beenden der Lektüre einige spannende Elemente recherchiert, wie z. B. die Garudas, die mir zuvor kein Begriff waren.
Die Geschichte ist spannend und flüssig erzählt. Ich mochte vor allem Nargis sarkastischen Humor und Arjunas stets gut gelaunten Charakter. Aber auch Mistral gefiel mir, vor allem weil er im Laufe der Handlung eine positive Entwicklung durchläuft.
Im Kern gibt es zudem einige Botschaften, die diese Erzählung vermitteln will: In Nargis findet der Leser eine inklusive Heldin, die durch einen Unfall als Kleinkind hinkt und sich nur mit Hilfe einer Krücke fortbewegen kann. Die Welt ist von Dürre gezeichnet und könnte eine Anspielung auf den Klimawandel sein. Am Ende zählt Vertrauen, Freundschaft und der Zusammenhalt auch über verschiedene Bevölkerungsgruppen hinweg.
Mir hat das Buch als Auftakt einer neuen Reihe sehr gut gefallen, ich halte die Altersgruppe jedoch für zu niedrig gewählt. Es kommen einige Szenen vor, die für solche Kinder zu grausam sein dürften. Ich hätte dieses Buch eher ab 14 Jahren empfohlen. Für meine Tochter (12 Jahre) wäre es definitiv noch nichts gewesen.
Ich freue mich auf jeden Fall auf die Fortsetzung!
Fazit:
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Spannendes Fantasyabenteuer basierend auf indischen Sagen und Legenden mit wichtigen Botschaften. Eher für ältere Zielgruppe als angegeben.
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Das Cover sieht sehr wild und abenteuerlich aus und passt gut zu einer Fantasy-Geschichte. Die Kontraste zwischen dem dunklen und dem vom Feuer hell erleuchteten Himmel machen definitiv neugierig auf die Handlung. Schade nur, dass im Innenteil weder Illustrationen noch Ornamente zu Beginn der Kapitel oder gar eine Karte zu finden ist. So etwas hätte ich für ein Buch aus diesem Genre für Kinder der empfohlenen Altersgruppe erwartet.
Inhalt:
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Nargis hat eine besondere Gabe: sie ist eine Geistersängerin und kann damit Elemente durch ihren Gesang kontrollieren. Auch ihre Eltern hatten diese Gabe, aber sie auf unbekannte Weise ums Leben gekommen, als Nargis noch klein war. Sie ist bei ihrem Großvater aufgewachsen, der ebenfalls Geistersänger ist.
Sie leben in einer Welt, in der es keinen Regen mehr gibt, die meisten Menschen sind arm. Die Wasserressourcen sind knapp und werden von wenigen reichen und einflussreichen Menschen verwaltet. Die sogenannten "Erdgebundenen" werden von Garudas regiert: Sie sind Mischwesen aus Vögeln und Menschen und leben in einer schwebenden Stadt, die von einer unbekannten Macht am Fliegen gehalten wird. Eines Tages findet Nargis den Sohn des Herrschers, den Adler-Garuda Mistral schwer verletzt.
Er konnte entkommen, während seine Eltern entführt und gefangen gehalten werden, weil jemand anderer die Macht übernehmen möchte. Widerwillig hilft Nargis zusammen mit ihrem Freund Arjuna Mistral, um dessen Eltern zu befreien. Dabei muss sie nicht nur aus ihrer persönlichen Komfortzone heraustreten, sondern wächst auch über sich selbst hinaus und lernt, was Mut, Vertrauen und Freundschaft bedeuten können.
Mein Eindruck:
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"Ich weiß nicht, wie ich zur Geistersängerin geworden bin. Woran ich mich noch erinnere, ist, dass Dad mir beigebracht hat, alles um mich herum nicht nur mit den Augen, sondern mit dem Herzen und mit der Seele zu betrachten. Die Umwelt nicht nur mit den fünf gewöhnlichen Sinnen wahrzunehmen, sondern meinen Geist zu öffnen und so mehr über die Welt zu erfahren, in der wir leben. Während also die meisten Leute bloß flackernde Flammen sahen, sah ich tanzende Feuergeister. Ihre Finger verwoben sich zu züngelnden Buchstaben, bildeten Wörter – vor allem Schimpfwörter –, wo andere nur bedeutungslose Schemen auszumachen vermochten." (S. 84f)
Ich muss gestehen, dass mich das Cover zunächst gar nicht angesprochen hat und auch aus dem Zielgruppenalter von 10 Jahren bin ich längst hinaus. Dennoch hat mich die Handlung neugierig gemacht und der Autor hat es tatsächlich direkt von Beginn an geschafft, mich mitzunehmen und zu fesseln.
Das Setting ist in Indien angelegt, wobei geschickt real existierende Orte mit Fantasieelementen vermischt werden. Wie Herr Chadda im Nachwort schreibt, sind viele indische Sagen und Legenden eingeflossen. Da mir diese jedoch nicht bekannt waren, konnte ich mich erst mal ganz unvoreingenommen in die Welt stürzen und habe nach dem Beenden der Lektüre einige spannende Elemente recherchiert, wie z. B. die Garudas, die mir zuvor kein Begriff waren.
Die Geschichte ist spannend und flüssig erzählt. Ich mochte vor allem Nargis sarkastischen Humor und Arjunas stets gut gelaunten Charakter. Aber auch Mistral gefiel mir, vor allem weil er im Laufe der Handlung eine positive Entwicklung durchläuft.
Im Kern gibt es zudem einige Botschaften, die diese Erzählung vermitteln will: In Nargis findet der Leser eine inklusive Heldin, die durch einen Unfall als Kleinkind hinkt und sich nur mit Hilfe einer Krücke fortbewegen kann. Die Welt ist von Dürre gezeichnet und könnte eine Anspielung auf den Klimawandel sein. Am Ende zählt Vertrauen, Freundschaft und der Zusammenhalt auch über verschiedene Bevölkerungsgruppen hinweg.
Mir hat das Buch als Auftakt einer neuen Reihe sehr gut gefallen, ich halte die Altersgruppe jedoch für zu niedrig gewählt. Es kommen einige Szenen vor, die für solche Kinder zu grausam sein dürften. Ich hätte dieses Buch eher ab 14 Jahren empfohlen. Für meine Tochter (12 Jahre) wäre es definitiv noch nichts gewesen.
Ich freue mich auf jeden Fall auf die Fortsetzung!
Fazit:
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Spannendes Fantasyabenteuer basierend auf indischen Sagen und Legenden mit wichtigen Botschaften. Eher für ältere Zielgruppe als angegeben.