Magie, Verrat und fliegende Städte

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lil147 Avatar

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Eine magisch-orientalische Wüstenwelt mit Erdgebundenen (Menschen) und dem Himmelsvolk (Garudas, vogelähnliche Menschen mit Flügeln) geprägt von klaren Machthierarchien und festen Grenzen.
Im Mittelpunkt steht Nargis, die zwar ein ruhiges, aber eher benachteiligtes Leben mit ihrem Großvater führt. Zufällig findet sie einen verletzten Adler-Garuda, Mistral. Er ist auf der Flucht, denn seine Familie wurde vom Thron gestürzt. Sein Ziel ist klar: die Rückkehr an die Macht. Trotz aller Unterschiede begleitet Nargis ihn auf seinem gefährlichen Weg. Ihre Gabe durch den Gesang die Elementargeister zu beeinflussen scheint da sehr hilfreich zu sein.
Die Reise gestaltet sich spannend und sehr gefährlich, stellenweise auch ziemlich brutal. Auf der Flucht oder im Kampf, es gibt viele unterschiedliche Begegnungen: Garudas, Rochas, Himmelspiraten.
Nargis als Hauptfigur hat mir gut gefallen. Mistral wirkt zu Beginn noch etwas hölzern, fügt sich aber mit der Zeit gut ins Gesamtbild ein. Anfangs bilden die beiden ein klares „Team wider Willen“, geprägt von Misstrauen und Gegensätzen, nähern sich jedoch allmählich an.
Die fremdartigen Begriffe sind anfangs ein kleiner Stolperstein, lassen sich jedoch bald gut überlesen und tragen zur besonderen Atmosphäre der Welt bei.
Etwas ungewohnt und überhöht, aber passend zu der dramatischen Entwicklung, ist die starke Bedeutung von Wort und Ehre. Obwohl sich die Figuren nicht besonders mögen und einander misstrauen, halten sie ihre Versprechen und riskieren dafür sogar ihr Leben.