Das Ende des American Dream
Earlon »Bucky« Bronco führt mit seinen siebzig Jahren kein einfaches Leben. Seit dem Tod seiner Frau vor knapp einem Jahr fällt ihm es ihm zunehmend schwer, seinen Alltag zu bewältigen. Auch seine Hüfte macht ihm zu schaffen, doch die rettende Operation liegt dank fehlender Krankenversicherung in weiter Ferne. Da erreicht ihn eine Einladung ins englische Scarborough. Dort soll Bucky die einzigen beiden Soulhits performen, die er jemals hatte – doch wer sollte diese fast vergessenen Songs schön hören wollen?
Mit „Offene See“ konnte Benjamin Myers mich begeistern. Nun liegt sein neuer Roman „Strandgut“ vor, der von Werner Löcher-Lawrence ins Deutsche übersetzt wurde. Erzählt wird sowohl aus der Perspektive von Bucky als auch der von Dinah, die ihn vor Ort in England betreut – jeweils in der dritten Person und der Vergangenheitsform. So können wir einen Blick in das Leben beider Figuren werfen, auch wenn Bucky dabei sicherlich im Mittelpunkt steht. Die Mittfünfzigerin Dinah ist ihrerseits in einem Leben mit einen Säufer als Ehemann und einem Incel als Sohn gefangen.
Über einen großen Teil hinweg erzählt der Roman im Prinzip vom Scheitern des „American Dream“. Als junger Mann wurde Bucky um seinen Erfolg als Soulsänger betrogen und mit einem lächerlichen Honorar abgespeist. Auch in seiner Familie ist Schlimmes vorgefallen und inzwischen bleibt ihm gerade genug zum Überleben. Eine Krankenversicherung kann er sich nicht leisten und fristet so sein Dasein zwischen Alkohol und Opioiden. Mit der Reise nach England scheint sich jedoch sein Schicksal zu wenden. Zum ersten Mal erfährt Bucky, dass Menschen seine Musik lieben, dass sie ihnen Kraft gibt und eine deutsche Journalistin scheint den Schlüssel zu noch mehr Glück in der Hand zu halten.
Buckys Geschichte inspiriert auch Dinah, doch noch einen Versuch zu unternehmen, etwas in ihrem Leben zu ändern. Gerade in den letzten Kapiteln schwindet für mich aber die starke Message der Geschichte, denn wir erleben nach einer Handlung voller Schmerzen, Alkohol- und Medikamentenmissbrauch ein geradezu märchenhaftes Ende. Das war mir persönlich zu viel und zu unrealistisch – schade!
Mit „Offene See“ konnte Benjamin Myers mich begeistern. Nun liegt sein neuer Roman „Strandgut“ vor, der von Werner Löcher-Lawrence ins Deutsche übersetzt wurde. Erzählt wird sowohl aus der Perspektive von Bucky als auch der von Dinah, die ihn vor Ort in England betreut – jeweils in der dritten Person und der Vergangenheitsform. So können wir einen Blick in das Leben beider Figuren werfen, auch wenn Bucky dabei sicherlich im Mittelpunkt steht. Die Mittfünfzigerin Dinah ist ihrerseits in einem Leben mit einen Säufer als Ehemann und einem Incel als Sohn gefangen.
Über einen großen Teil hinweg erzählt der Roman im Prinzip vom Scheitern des „American Dream“. Als junger Mann wurde Bucky um seinen Erfolg als Soulsänger betrogen und mit einem lächerlichen Honorar abgespeist. Auch in seiner Familie ist Schlimmes vorgefallen und inzwischen bleibt ihm gerade genug zum Überleben. Eine Krankenversicherung kann er sich nicht leisten und fristet so sein Dasein zwischen Alkohol und Opioiden. Mit der Reise nach England scheint sich jedoch sein Schicksal zu wenden. Zum ersten Mal erfährt Bucky, dass Menschen seine Musik lieben, dass sie ihnen Kraft gibt und eine deutsche Journalistin scheint den Schlüssel zu noch mehr Glück in der Hand zu halten.
Buckys Geschichte inspiriert auch Dinah, doch noch einen Versuch zu unternehmen, etwas in ihrem Leben zu ändern. Gerade in den letzten Kapiteln schwindet für mich aber die starke Message der Geschichte, denn wir erleben nach einer Handlung voller Schmerzen, Alkohol- und Medikamentenmissbrauch ein geradezu märchenhaftes Ende. Das war mir persönlich zu viel und zu unrealistisch – schade!