Ein verworrener Krimi, mit mancher Wiederholung

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deidree Avatar

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Warum hat der Tote, das erste „Strandopfer“, einen Bernstein im Mund? Eine Frage, die sich von Lena und Adam, dem deutsch-polnischen Ermittlerduo, nicht so einfach beantworten lässt. Dazu kommen ein verschwundenes Kind und weitere Tote mit Bernstein im Mund.
Gefühlt wird der Krimi mit jeder Seite verworrener. Grundsätzlich nicht schlecht, nur hier wusste man schon bald nicht mehr, wem man was zutrauen sollte. Warum Lena überhaupt nach Polen geschickt wurde, fand ich unzureichend erklärt. Manche Ermittlungsergebnisse waren irgendwie plötzlich da. Dafür haben die wirklichen Arbeiten von Lena und Adam gefehlt. Die Haupttätigkeit von Lena war über ihre Vergangenheit und die Vorurteile hinwegzukommen, immer wieder. Die Zusammenarbeit gestaltet sich nicht nur dadurch schwierig, beide sind nicht wirklich zugänglich. Zumindest fand ich keine griffige Basis.
Für den Krimi spricht, dass er sich wirklich gut lesen lässt. Frank Goldammer schreibt flüssig, auch lebendig, nur die Spannung fehlt etwas. Auch war zwischendurch nicht alles ganz glaubwürdig. Motiv und Täter konnte ich nach der Lösung des Falles nachvollziehen. Aber zum Beispiel sind eine Ablenkungstaktik des Mörders, oder ein relativ schnelles Verlassen des Krankenhauses nach einer schweren Verletzung, oder die Rolle des Politikers nicht ganz schlüssig für mich gewesen.
Das Buch liest sich gut, wenngleich auch nicht einfach zwischendurch, da man sonst den Faden verlieren könnte. Hier gibt es sicher noch Potential für die nächsten Bände.