Grenzerfahrungen

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marielaura Avatar

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Mit „Strandopfer“ gelingt Frank Goldberg ein weiterer spannender Kriminalroman. Dieser hat weit mehr zu bieten als die reine Suche nach einem entführten Kind und dem Täter. Besonders interessant ist die Rolle des polnischen Handlungsortes, welcher sich in unmittelbarere Nähe der deutschen Grenze befindet, welcher die Handlung und die Figuren maßgeblich prägt. Die unterschiedlichen Perspektiven, Mentalitäten und historischen Erfahrungen auf beiden Seiten verleihen dem Fall eine besondere Atmosphäre und sorgen für zusätzliche Spannung.

Im Mittelpunkt steht eine deutsche Ermittlerin, die zunächst mit einigen Vorurteilen gegenüber Polen und seinen Bewohnern konfrontiert wird – teilweise auch in sich selbst. Goldberg zeigt dabei glaubwürdig, wie schnell Missverständnisse entstehen können und wie tief verwurzelte Klischees das Denken beeinflussen können. Positiv hervorzuheben ist, dass diese Vorurteile nicht einfach bestätigt, sondern kritisch hinterfragt werden.

Der Kriminalfall selbst ist solide konstruiert und hält einige überraschende Wendungen bereit. Gelegentlich hätte das Erzähltempo etwas straffer sein können, dennoch überzeugt der Roman durchaus.