Grenzüberschreitender Krimi mit besonderer Atmosphäre

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schlumeline Avatar

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Willkommen am Strand von Misdroy und damit in einem kleinen Ort in Polen in der Nähe von Swinemünde. Doch willkommen fühlt sich Lena Schuldt hier nicht. Sie ist Kriminaloberkommissarin beim BKA, und nach Polen geschickt worden, um zu klären, ob der am Strand gefundene Tote deutsche Staatsbürger Joachim Hundt eines natürlichen Todes gestorben ist oder nicht. Nicht nur der Arbeitsauftrag, sondern auch die Gegend behagen Lena Schuldt nicht, denn sie selbst ist an der deutschen Ostseeküste unweit der Grenze groß geworden und hat keine guten Erinnerungen an ihre Jugend. Und auch der polnische Kollege, Adam Krawczyk, der ihr zur Seite gestellt wird, behagt Lena nicht.

Leider verlängert sich Lenas Aufenthalt in Polen, denn im Rachen des Toten wird ein Bernstein gefunden und ein Mädchen wird vermisst, dass zur Urlaubsgruppe rund um Joachim Hundt gehört.

Der Roman lebt von den Gefühlen und Empfindungen der Kriminaloberkommissarin in Bezug auf die Küstengegend und Grenzregion. Hier wird deutlich, wie man auf deutscher Seite über den Nachbarn Polen denkt, aber auch umgekehrt. Denn auch Adam Krawczyk scheint mit Vorurteilen gegen Deutsche umgehen zu müssen und Lena hat mehr als einmal das Gefühl, dass ihr ermittlungstechnisch etwas verschwiegen wird.

Die Ermittlungen begeistern, weil die Urlaubsgruppe rund um Joachim Hundt so einiges verbirgt und verschweigt und sich die Ermittlungen mehr und mehr in deren Richtung fokussiert.

„Strandopfer“ ist ein bodenständiger Krimi, der Spannung erzeugt und aufrecht hält und die Leserschaft oft auf falsche Fährten lockt. Auf der Suche nach dem Täter fühlt man sich hier mehrfach so unverstanden und unwissend, wie Lena es wohl als Ermittlerin empfindet.

Mir hat das gut gefallen und vielleicht lassen Lena und Adam sich ja gemeinsam auf eine weitere Ermittlung ein.

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