Hier ist wenig, wie es scheint - nur die Vorurteile sind echt
Dieser Krimi ist Auftakt zu einer neuen Reihe von Frank Goldammer, die uns an die polnische Ostsee führt wo vier befreundete Ehepaare sowie die Tochter eines Paares ihre Ferien verbringen. Die vermeintliche Idylle zerbricht, als einer der Urlauber, Joachim Hundt, tot am Strand aufgefunden wird. Weil Hundt ein Mitarbeiter im deutschen Innenministeriums war, wird Oberkommissarin Lena Schuldt vom BKA Berlin nach Swinemünde entsendet, um sicher zugehen, dass es sich hier um einen schnöden Badeunfall handelt. Gleich bei ihrer ersten Begegnung stehen sich Lena Schuldt und ihr polnischer Kollege Adam Krawczyk mit ihren Vorurteilen gegenüber.
Als sich herausstellt, dass Hundt ermordet worden ist und in seinem Rachen ein großer Bernstein steckt, müssen sie zusammenarbeiten. Mehrmals weist Adam darauf hin, dass Lena in Polen nicht zu sagen hat. Zumal Lena kein polnisch spricht, während Krawczyk neben polnisch auch deutsch spricht. So muss sie immer wieder warten, bis er übersetzt hat, wobei sie den Eindruck hat, er dolmetscht nicht exakt.
Die Befragung der Urlauber ergibt zum Entsetzen der Ermittler, dass Luisa, die Tochter von Silvia Lizkow wird vermisst. Sie soll, trotz Verbotes mit Joachim Hundt zum Strand gefahren sein. Der Tote tritt in den Hintergrund und die Suche nach dem Mädchen läuft an. Gleichzeitig stellt sich heraus, dass sich die Ehepaare doch nicht so grün sind, wie sie behaupten. Außerdem torpedieren sie die Ermittlungen in dem sie mögliche relevante Beobachtungen verschweigen oder überhaupt lügen. Besonders die Mutter des Mädchens fällt durch eigenartiges Benehmen auf. Der Druck das vermisste Mädchen zu finden, wird stetig höher. Doch es gibt weitere Tote und die Ermittler leisten sich auf Grund ihrer gegenseitigen Abneigung einige Ermittlungsfehler.
Werden sie das Mädchen lebend finden?
Meine Meinung:
Ich kenne so gut wie alle Krimis von Frank Goldammer - seine Fußballkrimis, die Bruch-Reihe sowie die beiden Dresden-Reihen rund um Max Heller und dessen Großvater Gustav Heller. Daher habe ich einen guten Überblick über das Werk des Autors. Schon mit der Bruch-Reihe beschreitet Goldammer einen neue Richtung. Seine Ermittler haben private Probleme, sind ohne Beziehung und voller Voreingenommenheiten den anderen gegenüber. Sind es in der Reihe Felix Bruch innerdeutsche Vorurteile zwischen BRD und DDR, so sind es nun Ressentiments zwischen Polen und Deutschland, die für Spannungen sorgen.
Goldammer zeigt in diesem spannender Auftakt zur Grenzfall Ostsee Reihe, welche Vorurteile immer noch in den Köpfen vorherrschen und gleichzeitig, dass es manche Menschen sehr gut verstehen, ihr Umfeld zu manipulieren. Die Geschichte hat viel Potenzial, das leider in einem Strudel von Missverständnissen, Kompetenzstreitigkeiten sowie den Flashbacks von Lena aus ihrer Jugend eingebremst wird. Ich persönlich finde das wirklich schade, dass hier zwischen den Ermittlern kein gutes Arbeitsklima herrscht. Adam besorgt sich heimlich Informationen über Lenas Vorleben und bestätigt mit seinen eigenen Vorurteilen die ihren, die sich ständig zu bestätigen scheinen.
Insgesamt sind die Charaktere hier sehr gewöhnungsbedürftig. Die verschwundene Luisa wird von den Erwachsenen, sogar von ihrer Mutter, als Störenfried, verzogenes Gör beschrieben und hat wenig Liebenswertes an sich.
Die mehrmaligen Wiederholungen über Lenas Kindheit bzw. Jugend sind ein wenig zäh, denn man erfährt nichts wirklich neues.
Interessant zu lesen ist, dass die Hierarchie bei der polnischen Polizei ziemlich militärisch wirkt, was für die deutsche Ermittlerin durchaus irritierend ist. Nun ja, man wird sehen, wie es mit diesem ungleichen Paar weitergehen wird.
Fazit:
Gerne gebe ich diesem Reihenauftakt, der ein Ermittler-Duo zeigt, dass beide randvoll mit Vorurteilen dem jeweils anderen gegenüber sind, und trotzdem zusammenarbeiten müssen, 4 Sterne.
Als sich herausstellt, dass Hundt ermordet worden ist und in seinem Rachen ein großer Bernstein steckt, müssen sie zusammenarbeiten. Mehrmals weist Adam darauf hin, dass Lena in Polen nicht zu sagen hat. Zumal Lena kein polnisch spricht, während Krawczyk neben polnisch auch deutsch spricht. So muss sie immer wieder warten, bis er übersetzt hat, wobei sie den Eindruck hat, er dolmetscht nicht exakt.
Die Befragung der Urlauber ergibt zum Entsetzen der Ermittler, dass Luisa, die Tochter von Silvia Lizkow wird vermisst. Sie soll, trotz Verbotes mit Joachim Hundt zum Strand gefahren sein. Der Tote tritt in den Hintergrund und die Suche nach dem Mädchen läuft an. Gleichzeitig stellt sich heraus, dass sich die Ehepaare doch nicht so grün sind, wie sie behaupten. Außerdem torpedieren sie die Ermittlungen in dem sie mögliche relevante Beobachtungen verschweigen oder überhaupt lügen. Besonders die Mutter des Mädchens fällt durch eigenartiges Benehmen auf. Der Druck das vermisste Mädchen zu finden, wird stetig höher. Doch es gibt weitere Tote und die Ermittler leisten sich auf Grund ihrer gegenseitigen Abneigung einige Ermittlungsfehler.
Werden sie das Mädchen lebend finden?
Meine Meinung:
Ich kenne so gut wie alle Krimis von Frank Goldammer - seine Fußballkrimis, die Bruch-Reihe sowie die beiden Dresden-Reihen rund um Max Heller und dessen Großvater Gustav Heller. Daher habe ich einen guten Überblick über das Werk des Autors. Schon mit der Bruch-Reihe beschreitet Goldammer einen neue Richtung. Seine Ermittler haben private Probleme, sind ohne Beziehung und voller Voreingenommenheiten den anderen gegenüber. Sind es in der Reihe Felix Bruch innerdeutsche Vorurteile zwischen BRD und DDR, so sind es nun Ressentiments zwischen Polen und Deutschland, die für Spannungen sorgen.
Goldammer zeigt in diesem spannender Auftakt zur Grenzfall Ostsee Reihe, welche Vorurteile immer noch in den Köpfen vorherrschen und gleichzeitig, dass es manche Menschen sehr gut verstehen, ihr Umfeld zu manipulieren. Die Geschichte hat viel Potenzial, das leider in einem Strudel von Missverständnissen, Kompetenzstreitigkeiten sowie den Flashbacks von Lena aus ihrer Jugend eingebremst wird. Ich persönlich finde das wirklich schade, dass hier zwischen den Ermittlern kein gutes Arbeitsklima herrscht. Adam besorgt sich heimlich Informationen über Lenas Vorleben und bestätigt mit seinen eigenen Vorurteilen die ihren, die sich ständig zu bestätigen scheinen.
Insgesamt sind die Charaktere hier sehr gewöhnungsbedürftig. Die verschwundene Luisa wird von den Erwachsenen, sogar von ihrer Mutter, als Störenfried, verzogenes Gör beschrieben und hat wenig Liebenswertes an sich.
Die mehrmaligen Wiederholungen über Lenas Kindheit bzw. Jugend sind ein wenig zäh, denn man erfährt nichts wirklich neues.
Interessant zu lesen ist, dass die Hierarchie bei der polnischen Polizei ziemlich militärisch wirkt, was für die deutsche Ermittlerin durchaus irritierend ist. Nun ja, man wird sehen, wie es mit diesem ungleichen Paar weitergehen wird.
Fazit:
Gerne gebe ich diesem Reihenauftakt, der ein Ermittler-Duo zeigt, dass beide randvoll mit Vorurteilen dem jeweils anderen gegenüber sind, und trotzdem zusammenarbeiten müssen, 4 Sterne.