Solider Krimi mit Luft nach oben
In Międzyzdroje wird am Strand ein Toter gefunden. Oberkommissarin Lena Schuldt vom Bundeskriminalamt soll sich das vor Ort ansehen und ermittelt gemeinsam mit dem Kommissar Adam Krawczyk in diesem Fall. Bei der näheren Betrachtung der Leiche findet man im Mund des Opfers einen Bernstein. Was hat das zu bedeuten?
Dies ist der Reihenauftakt zu einer neuen Krimireihe von Frank Goldammer rund um die beiden Kommissare Lena Schuldt und Adam Krawczyk, die im Grenzgebiet an der Ostsee ermitteln.
Mit "Strandopfer" schickt Frank Goldammer seine Ermittler in einen interessanten Fall, der vor allem durch das deutsch-polnische Setting und die Bedeutung des Bernsteins innerhalb der Handlung überzeugen kann. Gerade dieser Aspekt machte den Fall für mich besonders spannend und sorgte für interessante Wendungen.
Kommissar Adam Krawczyk war für mich die stärkste Figur des Kriminalromans. Seine Art hat mir sehr gut gefallen, insbesondere sein leicht zynischer Umgang mit Lena Schuldt. Dadurch wirkte er sympathisch, authentisch und brachte etwas Lockerheit in die Handlung. Mit Lena Schuldt hingegen wurde ich bis zum Schluss nicht warm. Die Oberkommissarin des Bundeskriminalamts hat zwar eine persönliche Vergangenheit mit Polen, die für die Geschichte relevant ist, dennoch empfand ich ihr Verhalten von Beginn an als anstrengend, naiv und teilweise wenig nachvollziehbar. Mehr als einmal habe ich beim Lesen die Augen verdreht.
Der Fall selbst war interessant aufgebaut, auch wenn die Handlung stellenweise etwas langatmig und unglaubwürdig wirkte, dazu nicht immer an Klischees vorbeikam. Dadurch verlor die Geschichte für mich gelegentlich an Glaubwürdigkeit. Das Setting und die Atmosphäre konnten mich ebenfalls nicht vollständig überzeugen. Sie waren keineswegs schlecht, aber auch nicht so stimmungsvoll, dass sie nachhaltig in Erinnerung bleiben.
Goldammers Schreibstil ist wie gewohnt leicht verständlich und sehr flüssig zu lesen. Allerdings wirkt er auf mich erneut recht emotionslos, was ich von seinen Büchern inzwischen kenne und daher auch erwartet habe.
Fazit: Insgesamt ist "Strandopfer" ein solider Krimi mit einem interessanten Fall und einem sympathischen Ermittler, der mich gut unterhalten hat. Für mehr als 3 von 5 Sternen reichten die Schwächen bei Figurenzeichnung, Atmosphäre und Glaubwürdigkeit jedoch nicht aus. Ich bin noch unsicher, ob ich diese Reihe weiterverfolgen werde.
Dies ist der Reihenauftakt zu einer neuen Krimireihe von Frank Goldammer rund um die beiden Kommissare Lena Schuldt und Adam Krawczyk, die im Grenzgebiet an der Ostsee ermitteln.
Mit "Strandopfer" schickt Frank Goldammer seine Ermittler in einen interessanten Fall, der vor allem durch das deutsch-polnische Setting und die Bedeutung des Bernsteins innerhalb der Handlung überzeugen kann. Gerade dieser Aspekt machte den Fall für mich besonders spannend und sorgte für interessante Wendungen.
Kommissar Adam Krawczyk war für mich die stärkste Figur des Kriminalromans. Seine Art hat mir sehr gut gefallen, insbesondere sein leicht zynischer Umgang mit Lena Schuldt. Dadurch wirkte er sympathisch, authentisch und brachte etwas Lockerheit in die Handlung. Mit Lena Schuldt hingegen wurde ich bis zum Schluss nicht warm. Die Oberkommissarin des Bundeskriminalamts hat zwar eine persönliche Vergangenheit mit Polen, die für die Geschichte relevant ist, dennoch empfand ich ihr Verhalten von Beginn an als anstrengend, naiv und teilweise wenig nachvollziehbar. Mehr als einmal habe ich beim Lesen die Augen verdreht.
Der Fall selbst war interessant aufgebaut, auch wenn die Handlung stellenweise etwas langatmig und unglaubwürdig wirkte, dazu nicht immer an Klischees vorbeikam. Dadurch verlor die Geschichte für mich gelegentlich an Glaubwürdigkeit. Das Setting und die Atmosphäre konnten mich ebenfalls nicht vollständig überzeugen. Sie waren keineswegs schlecht, aber auch nicht so stimmungsvoll, dass sie nachhaltig in Erinnerung bleiben.
Goldammers Schreibstil ist wie gewohnt leicht verständlich und sehr flüssig zu lesen. Allerdings wirkt er auf mich erneut recht emotionslos, was ich von seinen Büchern inzwischen kenne und daher auch erwartet habe.
Fazit: Insgesamt ist "Strandopfer" ein solider Krimi mit einem interessanten Fall und einem sympathischen Ermittler, der mich gut unterhalten hat. Für mehr als 3 von 5 Sternen reichten die Schwächen bei Figurenzeichnung, Atmosphäre und Glaubwürdigkeit jedoch nicht aus. Ich bin noch unsicher, ob ich diese Reihe weiterverfolgen werde.