Spannender Ostseekrimi

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Der Krimi "Strandopfer" von Frank Goldammer erschien am 15. Mai 2026 im Rowohlt Verlag. Schon das Cover passt hervorragend zum Titel und zur düsteren Stimmung. In der Geschichte geht es um Ermittlerin Lena Schuldt, die an die Ostseeküste reist, um den Tod eines deutschen Touristen in Swinemünde aufzuklären. Ein Bernstein im Mund des Opfers deutet auf mehr als einen Badeunfall hin. Als ein Mädchen verschwindet und ein weiterer Toter gefunden wird, geraten Lena und Kommissar Adam Krawczyk unter Zeitdruck. Der Schreibstil des Autors ist sehr flüssig, bildhaft und angenehm zu lesen. Ich war schnell in der Geschichte angekommen und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Die Spannung bleibt durchgehend hoch und immer wieder sorgen überraschende Wendungen dafür, dass man miträtselt und seine Vermutungen überdenkt.
Besonders gut gefallen hat mir die Darstellung der Protagonistin Lena Schuldt. Sie wirkt stark, mutig und entschlossen, auch wenn ich in einigen Situationen wahrscheinlich ganz anders gehandelt hätte als sie. Gerade das macht sie aber interessant und lebendig. Mit Adam Krawczyk wurde ich persönlich nicht ganz warm, was mich beim Lesen jedoch nicht gestört hat. Auch die Nebenfiguren sind klar und übersichtlich gezeichnet und fügen sich gut in die Handlung ein. Das Ende hat mich definitiv überrascht. Damit hatte ich so nicht gerechnet, was für mich ein großer Pluspunkt ist. Insgesamt ist das Buch ein gelungener, spannender Krimi mit einem Fall, der bis zum Schluss fesselt. Ich würde mich sehr über einen weiteren Band mit Lena Schuldt freuen.