Trauerspiel

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mellilein Avatar

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Das Cover hat mich sofort angesprochen: ein düsterer Ort an der See. Dann die Beschreibung: deutsch-polnische Ermittlungsarbeit in (mindestens) zwei Tötungsdelikten sowie einer Entführung. Dies versprach mir gute Unterhaltung und Spannung.
Leider muss ich sagen: ich bin sehr enttäuscht von diesem "Reihenauftakt", der für mich keiner sein wird.
Die Story an sich geht erst mal spannend los.
Allerdings kommt die deutsche Ermittlerin Lena sehr ätzend daher, im wahrsten Wortsinn. Sie hat Vorurteile gegenüber Polen, lamentiert ständig über ihre Kindheit und ihre Herkunft und ist auch ansonsten eine ziemliche Enttäuschung für mich als Leser. Ihr polnischer Kollege Adam kommt nicht empathischer daher, er will sich ständig beweisen und die Nase vorn haben.
Man dreht sich bei den Ermittlungen ständig im Kreis und immer wieder kommen die gleichen Fragen an die gleichen Leute und es geht keinen Schritt voran.
Die Höhe ist dann die Auflösung des Falles, bei dem der Autor dann einen Toten völlig vergessen zu haben scheint, denn zu dem Motiv wird gar nicht mehr erst was gesagt. Aber Motiv, nun ja, mehr an den Haaren herbeigezogen wie hier geht gar nicht.